Freitag, 08 April 2016 19:48

Berufspaten-Projekt für Wiedereinsteiger in der Pflege

Berufspaten-Projekt für Wiedereinsteiger in der Pflege Foto: W. Reichenbächer

Schwarzenbek (LOZ). Qualifizierte Fachkräfte sind in der Pflege gesucht. Immer mehr junge Menschen haben erkannt, dass Pflegeberufe krisen- und zukunftssicher sind und darüber hinaus immense Karrierechancen bieten. Doch auch für deren Ausbildung in der Praxis sind die erfahrenen Kräfte gefragt, ­auch wenn sie schon länger nicht mehr in ihrem Beruf gearbeitet haben.

„Wir möchten die Ehemaligen zurückgewinnen“, sagen die Senator-Einrichtungsleitungen Svenja Pallasch und Bärbel Raithel, „all diejenigen also, die zum Beispiel im Zuge von Mutterschutz, Kindererziehung oder krankheitsbedingt längere Zeit nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten konnten.“ Allerdings sei diese Zielgruppe meist gar nicht aktuell auf der Suche nach einem Job, weil sie große Berührungsängste vor einem Wiedereintritt hat.

Hier sei echte Überzeugungsarbeit gefragt, um diese Experten mit all ihrer Erfahrung wieder in den Beruf zurückzubringen. Diese Berufsgruppe befürchtet nämlich, bei einer Rückkehr in den Pflegeberuf auf teils stark veränderte Rahmenbedingungen zu treffen. Dazu gehören nicht nur ein höheres Durchschnittsalter der Bewohner oder ein gestiegener Anteil dementiell erkrankter Senioren, die ganz speziell umsorgt werden müssen. „Mit großen Ängsten bei Wiedereinsteigern verbunden ist die Tatsache, dass sich die Pflegebranche in den vergangenen Jahren strukturell und auch organisatorisch von den Abläufen her schon sehr verändert hat“, erläutert Svenja Pallasch, „höchste Qualitätsanforderungen aber auch die veränderten Dokumentationspflichten werden von vielen ehemaligen Fachkräften als extreme Hemmschwelle empfunden, sich zu bewerben oder schüren Ängste, in seinem ehemals angestammten Beruf aufgrund der fehlenden aktuellen Kenntnisse scheitern zu können.“

Genau hier setzen die Senator Senioren-Einrichtungen an, um all denen einen sorglosen Wiedereinstieg zu ermöglichen, die längere Zeit nicht in ihrem Beruf gearbeitet haben oder arbeiten konnten. „Speziell für diese Zielgruppe haben wir ein zeitgemäßes Konzept für Wiedereinsteiger mit praxisorientierter Einarbeitung und intensiver Fortbildung entwickelt“, umreißt Bärbel Raithel die Idee. Im Zentrum dieser bundesweiten Fachkräfte-Offensive steht ein Berufspaten-Modell, bei dem jedem Wiedereinsteiger in der Pflegeeinrichtung ein erfahrener Mentor zur Seite gestellt wird. „Mit diesem Konzept wollen wir die Mitarbeiter begeistern, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und sie somit ganz praxisnah und vor allem sorglos wieder an die veränderten Berufsabläufe heranführen und integrieren“, fassen die Einrichtungsleitungen zusammen.

Die Schwerpunkte dieser Anleitung helfen dabei, das Wissen über notwendige Pflegebehandlungen und -Maßnahmen auf den neuesten Stand zu bringen und spezifische Kenntnisse zu vermitteln, die je nach Berufsbild benötigt werden. Zudem hat Senator in allen Senioren-Residenzen eine EDV-gestützte Pflegedokumentation im Einsatz, die entsprechend dem Entbürokratisierungsmodell von Beikirch angewendet wird. So wird nur das dokumentiert, was auch wirklich wichtig ist. Dadurch steht über den Tag deutlich mehr Pflegezeit für die Bewohner zur Verfügung.

Mit dieser Fachkräfte-Offensive möchten die Senator Senioren-Einrichtungen Pflegekraft-Wiedereinsteigern auch attraktive Job-Perspektiven eröffnen. Interne Weiter und Fortbildungsprogramme sind so strukturiert, dass man unabhängig vom Alter an seiner Karriere arbeiten kann. „Die Pflegebranche ist wie eine große Familie“, sagt Bärbel Raithel, „bei uns steht der Team- und Familiengedanke ganz im Vordergrund, vor allem geht es aus unserer Sicht auch um das Verständnis, dass man eben eine gewisse Zeit braucht, bis dass man alle Abläufe verinnerlicht hat.“

Das Angebot, an dem Wiedereinstiegsprojekt von Senator teilzunehmen richtet sich an alle Pflegeberufe und ist funktions- und altersunabhängig. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich gerne direkt an die beiden Senator Senioren-Einrichtungen in Schwarzenbek wenden.

Senator Senioren-Residenz
St. Franziskus
Bärbel Raithel
Berliner Str. 4-6
21493 Schwarzenbek
Tel. (04151) 805-0

Senator Seniorenzentrum
„Alte Oberförsterei“
Svenja Pallasch
Körnerplatz 5-9
21493 Schwarzenbek
Tel. (04151) 801-0

 

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