Dienstag, 06 September 2016 12:19

Brackmann: Mit dem Lärmschutz für Schwarzenbek geht es voran

Brackmann: Mit dem Lärmschutz für Schwarzenbek geht es voran Foto: W. Reichenbächer

Schwarzenbek (LOZ). Norbert Brackmann verzeichnet beim Schienenlärmschutz für Schwarzenbek erste Erfolge. Die Deutsche Bahn Netz AG hat das schalltechnische Gutachten überarbeitet, nachdem Norbert Brackmann die Absenkung der Grenzwerte für Lärmschutz an Schienenwegen zu Gunsten der Bürger um 3dB(A) im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages durchgesetzt hatte. Die Ergebnisse der nun überarbeiteten schalltechnischen Untersuchung zeigen ein durchweg positives Ergebnis. Für die Ortsdurchfahrt Schwarzenbek wird passiver Lärmschutz empfohlen. Zu den jetzt möglichen Lärmschutzwänden in Schwarzenbek sagt Norbert Brackmann:

„Zukünftig wird es weniger Bahnlärm in Schwarzenbek geben. Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung der DB Netz AG fordern mindestens drei Meter hohe Lärmschutzwände. Das ist ein erster, wichtiger Erfolg für uns. Gemeinsam haben wir, die Bürgerinitiative Schwarzenbek, die Stadt und ich für eine Verbesserung des Lärmschutzes gekämpft. Jetzt haben wir für die Anwohner Lärmschutzwände und damit mehr Lebensqualität gewonnen.“

„Konkret empfiehlt das Bahn-Gutachten, dass auf der Nordseite der Bahntrasse in Richtung Hamburg eine Lärmschutzwand mit einer Höhe von drei Metern über Schienenoberkante auf einer Länge von 690 Metern errichtet wird. Die Lärmschutzwand soll im Bereich der Ladestraße am Bahnhof Schwarzenbek etwa 200 Meter vor der Straßenunterführung Möllnerstraße beginnen und direkt an die vorhandene Lärmschutzwand 50 Meter hinter der Feldstraße anschließen.“

„Die 215 Meter lange Lücke zwischen den vorhandenen Lärmschutzwänden auf der südlichen Bahnseite im Bereich der Straßenmündung Meiereistraße / Grabauerstraße wird mit einer drei Meter über Schienenoberkante hohen Lärmschutzwand geschlossen.“

„Als nächsten Schritt plant die DB Netz AG im Vorfeld der anstehenden technischen Planungen am 14. September eine Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt zur finanziellen Förderung im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms. Danach werden die Ergebnisse des Gutachtens sowie die Ergebnisse der Gespräche mit dem Eisenbahn-Bundesamt der Stadt Schwarzenbek ausführlich vorgestellt.

„Ich werde weiter an der Sache dranbleiben. Jetzt gilt es, gemeinsam für eine zügige Realisierung zu sorgen. Dazu werde ich meine Möglichkeiten im Bund nutzen.“

Hintergrund:

Das geplante schalltechnische Gutachten der Deutschen Bahn Netz AG für die Ortsdurchfahrt Schwarzenbek sollte Ende I. Quartal 2016 vorliegen. Es wurde auf Ende III. Quartal 2016 verschoben. Grund: die Absenkung der Grenzwerte durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

In den Haushaltsberatungen 2016 hatte Norbert Brackmann im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Absenkung der Grenzwerte um 3 dB(A) durchgesetzt. Ab 1. Januar 2016 gelten deshalb die neuen Grenzwerte, nach denen der Bund freiwilligen Lärmschutz an bestehenden Schienentrassen leisten kann. Die neuen Grenzwerte sind der DB Netz AG vorgegeben. Die Bahn musste deshalb das schalltechnische Gutachten noch einmal umfassend überarbeiten. Die Ergebnisse des Lärmgutachtens berücksichtigen die neuen, geringeren Grenzwerte, womit die Chancen für die Lärmschutzsanierung in Schwarzenbek gestiegen sind.

Bestehende Schienentrassen unterliegen nicht der Verkehrslärmschutzverordnung. Es gibt damit keinen Rechtsanspruch auf Lärmsanierung. Der Bund übernimmt aus Bundesmitteln jedoch den freiwilligen Lärmschutz. Hierfür stellte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 2016 alleine 150 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Absenkung der Grenzwerte um jeweils 3 dB(A) hat zur Folge, dass der Bund seit 2016 Investitionen zur Lärmminderung an bestehenden Schienenwegen mit Baukostenzuschüssen finanzieren kann, wenn der Lärmpegel folgende neuen Werte überschreitet:

Reine/Allgemeine Wohngebiete sowie Kleinsiedlungsgebiete: 67 dB (Tag) und 57 dB (Nacht)
Kerngebiete sowie Mischgebiete 69 dB (Tag) und 59 dB (Nacht).

Letzte Änderung am Dienstag, 06 September 2016 12:27
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.