Worauf es bei der Führung einer Firma besonders ankommt

Worauf es bei der Führung einer Firma besonders ankommt Foto: hfr

(LOZ). Bei der Führung einer Firma sind viele Sachverhalte wichtig. Es kommt zum Beispiel darauf an, Kunden zu gewinnen, das richtige Personal zu beschäftigen und die richtigen Werbemaßnahmen auszuwählen. Oftmals vergessen wird gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen aber, einen Liquiditätsplan als betriebliches Kontroll- und Steuerungssystem einzuführen, sagt René Thaler, Inhaber der neue impulse hamburg Unternehmensberatung (www.neueimpulse.de), die seit über zwölf Jahren kleine und mittlere Unternehmen in Norddeutschland berät. Weniger als eines von zehn Unternehmen hält so eine Liquiditätsplanung. Das ist alarmierend, zumal das Thema kein Hexenwerk ist und mittels einer Excel-Tabelle vorgehalten werden kann. Kosten für eine zusätzliche Software können somit vermieden werden.

Oftmals wird von Firmenvertretern angeführt, man lasse sich ja monatlich betriebswirtschaftliche Auswertungen seitens des jeweiligen Steuerberaters aufstellen. Vergessen wird dabei jedoch, dass diese Zahlen Vergangenheitswerte darstellen. Viel wichtiger, als zu wissen, wie rentabel ein Unternehmen in der Vergangenheit gewirtschaftet hat, ist es aber, eine Zukunftsplanung vorzuhalten. In dieser Zukunftsplanung sind dann alle finanziellen Zuflüsse und Abflüsse einzutragen. Somit wird heute schon veranschaulicht, wie es um die zukünftige betriebliche Zahlungsbereitschaft, also den künftigen Kontostand, bestellt sein wird.

René Thaler rät jedem Unternehmen dazu, einen Liquiditätsplan zu führen, mittels dessen man die zukünftigen mindestens drei besser noch sechs Monate prognostiziert. Schließlich ist die ständige Aufrechterhaltung der betrieblichen Zahlungsbereitschaft entscheidend für die Lebensfähigkeit jedes Unternehmens. Wichtig bei der Prognose sei, kaufmännisch vorsichtig zu kalkulieren, das heißt zufließende Umsätze eher niedriger und abfließende Kosten eher höher zu kalkulieren. Prognostizieren können sollte jeder Unternehmer und jede Unternehmerin. Das Ganze zu unterlassen, nur weil es sich um eine Prognose handelt, kann fatal enden. Kaufmännisch vorausschauend zu denken und zu handeln, das ist es, was einen richtigen Unternehmer ausmacht, sagt René Thaler. Und wenn dann festgestellt wird, dass in bspw. sechs Monaten ein Liquiditätsengpass entsteht, kann noch gehandelt werden. Es können einerseits Maßnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostenreduktion eingeleitet werden. Andererseits kann mit der Bank gesprochen werden, um dem finanziellen Engpass mit einem Betriebsmittelkredit und/oder der Erhöhung der Kontokorrentkreditlinie zu begegnen.

Die Einführung eines vorausschauenden Liquiditätsplanes ist also gleichbedeutend mit der Einführung eines Krisenpräventionsinstrumentes. Was ist die Quintessenz des Ganzen? Ganz einfach, die Liquiditätsplanung bzw. die Liquiditätssteuerung ist eine ständige Aufgabe eines jeden Unternehmers, wahrscheinlich sogar die wichtigste.

Sofern Unternehmen z.B. Hilfe bei der Einführung und Anwendung einer Liquiditätsplanungsdatei benötigen, können diese über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Fördermittel für die Inanspruchnahme einer Unternehmensberatung beantragen. Eine Förderung ist übrigens möglich für Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Die Zuschusshöhe beträgt zwischen 50 und 90 Prozent der Beratungskosten. Eine Antragstellung ist für viele kleine und mittlere Unternehmen möglich. Förderkriterien sind u.a. das Unternehmensalter und der Standort des Unternehmens. Das Förderprogramm heißt „Förderung unternehmerischen Know Hows“. Nähere Informationen hierzu können auf der Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle www.bafa.de eingesehen werden. Auskunft erteilt auch René Thaler von der neue impulse hamburg Unternehmensberatung unter der Telefonnummer 040 / 28 51 37 31.

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Dezember 2016 20:50
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