Clever sparen

Themen-Tipp "Geldanlage"

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Auch in der allgegenwärtigen Krise im Euroraum haben die Börsianer ihren Humor noch nicht verloren.
Foto: djd/RaboDirect


(djd/pt). Die vermeintlich konsumorientierte Jugend in Deutschland ist besonders sparsam und legt fast ein Drittel des ihr zur Verfügung stehenden Geldes zurück. Das ergab eine aktuelle Onlineumfrage im Auftrag der Deutschen Bank. Demnach beträgt die Sparquote der jungen Leute 28 Prozent und liegt damit deutlich über dem Schnitt sämtlicher Haushalte. Diese sparten 2011 aber immerhin auch elf Prozent ihres Nettoeinkommens - und erreichen damit im internationalen Vergleich ebenfalls einen sehr hohen Wert.


Das wichtigste Sparmotiv der Bundesbürger ist und bleibt dabei die private Altersvorsorge. In einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen im Sommer 2012 gaben rund 65 Prozent der Befragten an, für einen sorglosen Ruhestand Geld beiseitezulegen, bei der Umfrage zuvor waren es nur 54 Prozent gewesen. Auf Platz zwei liegt das Sparziel Konsum mit 56 Prozent, drittes Ziel ist das Sparen für den Kauf von Wohneigentum mit 51 Prozent.

Schlecht verzinste Sparbücher als Minusgeschäft
Neben dem "Wofür" bewegt die Deutschen angesichts der anhaltenden Turbulenzen in einigen Ländern der Eurozone auch die Frage nach dem "Wie" der Geldanlage. Weit verbreitet ist angesichts der gewaltigen Summen, die in die Finanzmärkte gepumpt wurden, noch immer die Angst vor Inflation. Die breite Streuung des Vermögens ist nach Ansicht von Dr. Annabel Oelmann, Leiterin Gruppe Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, der beste Schutz davor. Neben der Anlage in Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen könnten dazu auch Investmentfonds und Sachwerte gehören: "Wie die konkrete Aufteilung aussehen sollte, ist individuell sehr verschieden. Das hängt von der Größe des Vermögens, aber auch von der persönlichen Bereitschaft zum Risiko ab."

Schlecht verzinste Sparbücher sind bei der derzeitigen Inflationsrate in jedem Fall ein Minusgeschäft. Wer sicher, bequem und flexibel über sein Geld verfügen möchte, kann sein Erspartes beispielsweise auf einem Monatsgeld- oder Festgeldkonto "parken". Bei den Ergo Direkt Versicherungen etwa ist das Geld bei der "Maxizins"-Monatsgeldanlage jeden Monat frei verfügbar, beim Festgeld betragen die Laufzeiten sechs beziehungsweise zwölf Monate. Der anfängliche Mindestanlagebetrag beim Monatsgeld liegt bei 500 Euro, beim höher verzinsten Festgeld sind es 5.000 Euro.

Sparen für den Nachwuchs
Neben der privaten Altersvorsorge ist auch die finanzielle Sicherheit der Familie ein entscheidendes Sparmotiv für die Deutschen. Nicht zuletzt aufgrund der momentanen Unsicherheit an den Finanzmärkten ist es vielen besonders wichtig, die Ausbildung ihrer Kinder sicherzustellen. Vor der Geldanlage sollten Eltern und Angehörige allerdings den genauen Zweck planen, denn ein Studium verlangt einen höheren Finanzierungsaufwand als etwa der Führerschein.

Daniel Günnewig, Geschäftsführer der Fondsgesellschaft Union Investment, rät außerdem dazu, einen Spielraum einzukalkulieren: "Gerade bei längerfristigen Investments sollte auch eine Preissteigerung berücksichtigt werden." Dafür eignen sich Investmentfonds, die einen langen Anlagehorizont haben und einen attraktiven Wertzuwachs erzielen können, etwa mit weltweiten Aktien. Wem eine reine Aktienanlage zu riskant ist, der sollte Fonds wählen, die auch in Anleihen investieren und so die Gefahr von Kursschwankungen reduzieren.

Wer für den Nachwuchs sparen will und nicht auf einen Schlag eine größere Summe anlegen kann, sollte einen Fondssparplan mit regelmäßigen Beiträgen - meist ab 50 Euro pro Monat - nutzen. "Je früher der Sparplan beginnt, desto besser", betont Daniel Günnewig. Dafür sorgen der Zinseszins und der sogenannte Durchschnittskosteneffekt. Einmalige Einzahlungen, etwa bei Geburtstagen, vergrößern das spätere Vermögen weiter.

"Klassiker" mit Garantiezins
Wer angesichts der Verwerfungen an den Finanzmärkten das Thema Sicherheit mit einer ordentlichen Rendite verknüpfen möchte, kommt auch am "Klassiker" kapitalbildende Lebensversicherung nicht vorbei. Aufgrund ihres Garantiezinses ist sie gleichermaßen eine sichere und rentable Anlage. Dabei achten private Anleger allerdings zunehmend auch auf die Finanzstärke des jeweiligen Anbieters, das ergab eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Nürnberger Versicherungsgruppe. 46 Prozent der Befragten ist die Finanzstärke sehr wichtig, 32 Prozent ist sie wichtig. Für neun Prozent ist die Finanzstärke dagegen weniger oder gar nicht bedeutsam, zwölf Prozent machten bei der Umfrage keine Angabe.

Nicht nur Sparen will gelernt sein ...
Nicht nur Sparen will gelernt sein. Auch wer gerade knapp bei Kasse ist und sich dennoch einen Konsumwunsch erfüllen möchte, sollte bei der "Liquiditätsbeschaffung" genau hinschauen. So lassen sich mit Hilfe eines günstigen Ratenkredits die Kosten größerer Anschaffungen - von der Traumküche bis zum Designersofa - beispielsweise auf einen längeren Zeitraum verteilen. So bleibt die Belastung für die Haushaltskasse in Grenzen und die finanzielle Flexibilität wird sichergestellt.

Die Onlineangebote der Direktbanken sind bei Konsumentenkrediten inzwischen mehr als eine Alternative zu den Angeboten der Filialbanken. In einem "Finanztest"-Vergleich zur Kreditberatung ließen die Direktbanken ihre Konkurrenz aus der "Filialwelt" zum Beispiel deutlich hinter sich. Auch in Sachen Kreditkonditionen können sie längst mit der Filialbank vor Ort konkurrieren, das ergab eine Studie der FMH-Finanzberatung im Auftrag von n-tv. Verglichen wurden über eine längere Zeit die Zinssätze bei einer Laufzeit von zwölf bis 72 Monaten und einem Kreditbetrag von 10.000 Euro. Zu den besten Anbietern bei bonitätsabhängigen Ratenkrediten zählte in dieser Studie etwa die Volkswagen Bank direct mit ihrem "Direkt Kredit".

Neben einem günstigen Zinssatz bietet er die Möglichkeit, die Konditionen an die persönlichen Wünsche anzupassen: So steht er für Summen von 1.000 bis 50.000 Euro zur Verfügung. Die Rückzahlung kann man auf Laufzeiten von zwölf bis 96 Monaten strecken. Bei entsprechender Bonität ist auch eine kurzfristige Aufstockung via Telefon stets möglich.

Letzte Änderung am Mittwoch, 12 September 2012 16:48
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