Lernen fürs Leben: Kinder vergleichen Produkte

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Lernen fürs Leben: Kinder vergleichen Produkte Foto: hfr

(LOZ). Als erste Grundschule in Deutschland wird die Pestalozzischule in Neumünster zur Verbraucherschule. Schüler der dritten und vierten Klassen haben jetzt in der Kieler Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale Kinderzahnpasta getestet. Weitere Besuche sind geplant.

Von einer Zahnpasta-Tube lächelt Prinzessin Lillifee, von einer anderen winkt Capt’n Sharky vom Piratenschiff – doch von bunten Werbebildern allein lassen sich die Dritt- und Viertklässler der Pestalozzischule nicht zum Kauf verführen. Beim Produkt-Test für Kinderzahnpasta haben die Grundschüler ihren kritischen Blick bewiesen.

Verbraucherbildung: je früher, desto besser

Der Besuch der Schüler in Kiel gehört zum Projekt Verbraucherbildung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, das von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz unterstützt wird. Dabei lernen Schüler Grundsätzliches über Ernährung, Finanzen, Medien und umweltbewussten Konsum. Die Pestalozzischule in Neumünster wird als erste Grundschule in Deutschland zur Verbraucherschule. „Wir freuen uns, die Kinder an unsere Arbeit heran-zuführen. Denn ein Mindestalter für Verbraucherbildung gibt es nicht - je eher der Beginn, desto besser“, sagt Projektleiterin Selvihan Koç von der Verbraucherzentrale. Überzeugt von dem Projekt ist auch Schulleiterin Christine Harder: „Toll, dass wir Verbraucherschule werden. So können wir Themen aus dem Alltag behandeln, die so nicht im Unterricht sind.“

Kritischer Blick und Preisvergleich bei den Jüngsten

Beim Besuch in Kiel werden die Nachwuchs-Verbraucher zu Produkt-Testern für Kinderzahnpasta. Wie im Laden stehen verschiedene Zahncremes mit Preisschildern bereit. Der Auftrag: Die Schüler sollen die Produkte vergleichen, eine Zahnpasta auswählen und ihre Entscheidung begründen. Projektleiterin Selvihan Koç staunt über das Ergebnis: „Die Kleinen legen unterschiedlichste Kriterien für die Auswertung zu Grunde.“ So achten die Schüler nicht nur auf den Preis, die Größe der Verpackung und die Geschmacksrichtung. Auch Prüfsiegel wie Stiftung Warentest oder Öko-test und der Gedanke an die Umwelt interessieren die jungen Käufer. Vielen gefällt die Bezeichnung Zahn-Gel: „Weil das so interessant und erwachsen klingt.“ Andere sind sich einig: „Wir kaufen diese Zahnpasta, weil unser Zahnarzt sie empfiehlt.“

Wie Profis so etwas machen, sehen die Kinder in einem Magazin der Stiftung Warentest. Beim Blick auf die Testergebnisse für Kinderzahnpasta merken die Schüler schnell: Das Teuerste muss nicht das Beste sein.

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