Falsche Warnhinweise auf Alufolie

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Gudrun Köster, Expertin für Ernährung und Lebensmittel bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Gudrun Köster, Expertin für Ernährung und Lebensmittel bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Foto: hfr

Verbraucherzentrale erreicht Verhaltensänderung von dm und Rossmann

 

Lesezeit: 2 Minuten

(LOZ). Zuviel Aluminium im Körper schädigt das Nervensystem. Außerdem vermuten einige Wissenschaftler, dass Aluminium Demenz und andere Gesundheitsschäden begünstigen kann. Deshalb muss auf der Verpackung von Alufolien ein Sicherheitshinweis stehen. Auf den Internetseiten von Drogeriemärkten fanden sich noch vor Kurzem veraltete Hinweise.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat die Drogeriemärkte Rossmann und dm wegen veralteter Sicherheitshinweise für Alufolien erfolgreich abgemahnt. In den Online-Shops der Drogeriemärkte stand noch im Dezember 2016 ein unzulässiger, veralteter Zusatz im Sicherheitshinweis. Das ergab eine Untersuchung, bei der die Verbraucherzentrale die Sicherheitshinweise im Internet und auf Verpackungen im Handel geprüft hat. „Die falschen Hinweise bedeuten für Verbraucher eine Täuschung“, sagt Ernährungsexpertin Gudrun Köster. Auf die Abmahnung haben beide Drogeriemärkte mit einer Unterlassungserklärung reagiert und versichert, ab sofort den richtigen Hinweis zu verwenden.

Aus der Alufolie ins Essen

Aluminium ist unter anderem in verschiedenen Lebensmitteln, Laugengebäck und Kosmetikprodukten enthalten und gelangt so in den Körper. Eine zusätzliche Belastung mit Aluminium sollten Verbraucher vermeiden und Alufolie deshalb mit Vorsicht verwenden. Wenn Salz oder Säure, zum Beispiel aus Zitronensaft, auf Alufolie trifft, löst sich Aluminium aus der Folie. Kleine Metall-Bestandteile gehen in die verpackten Lebensmittel über und werden mitgegessen. Welche Folgen das für die Gesundheit hat, ist unter Fachleuten noch umstritten und wird in mehreren Studien untersucht.

Saures und Salziges gehört nicht in Alufolie

Auf der Verpackung von Alufolien und Alu-Grillschalen weist ein gesetzlich vorgeschriebener Text darauf hin, dass die Folie nicht mit säure- und salzhaltigen Lebensmitteln in Kontakt kommen darf. Auf älteren Verpackungen findet sich außerdem folgender Zusatz: „Die an Lebensmittel abgegebenen Aluminiumbestandteile sind nicht gesundheitsschädlich.“

Eineinhalb Jahre Verzögerung in Online-Shops

Bereits im Sommer 2015 hat der Arbeitskreis Lebensmittelchemischer Sachverständiger (ALS) diesen Zusatz für unzulässig erklärt. „Trotzdem finden wir eineinhalb Jahre später leider immer noch Alufolien mit dem veralteten Sicherheitshinweis“, sagt Gudrun Köster. Besonders ärgerlich ist das in Online-Shops, wo sich ein solcher Hinweis mit einem Klick ändern lässt. „Diese Verzögerung müsste nicht sein“, stellt die Expertin fest.

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