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Paläontologische Schätze aus der Ur-Nordsee

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Büchen (LOZ). Die Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur (FLA) und der NABU Büchen laden am Mittwoch, 21. März, ein zu einem Vortrag von Grabungsleiter Gerhard Höpfner über die Wale von Groß Pampau.

Im Jahr 1984 fanden Mitglieder des Vereins Lübecker Geschiebesammler die ersten Walknochen im schwarzen Glimmerton der Groß Pampauer Kieskuhle. Die heutige zähe Tonschicht war vor etwa elf Millionen Jahren der Schlick der Ur-Nordsee, die damals weit bis in das heutige Binnenland hineinragte. In diesen einstigen Schlick-Schichten des oberen Miozän lagern heute die Überreste der damals verendeten Meeresbewohner, die normalerweise nur in Tiefen von rund 100 Metern zu finden sind.

Im Bereich von Groß Pampau wurden sie jedoch durch Salzdome nach oben gedrückt, so dass sich dort eine in Europa einmalige, oberflächennahe Fundsituation befindet. Das hat den kleinen Ort in Schleswig-Holstein mittlerweile als Fundort und einzigartige Lagerstätte europaweit bekannt gemacht. Nach einer längeren Pause beim großflächigen Tonabbau konnten von 2012 an erneut aufwändige paläontologische Grabungen durchgeführt werden, bei denen hervorragende Neufunde gemacht wurden. 2016 gab es zwei besonders sensationelle Funde in Form einer Robbe und eines besonders gut erhaltenen Bartenwals inklusive Beckenknochen. Im Lübecker Museum für Natur und Umwelt werden viele der Funde wissenschaftlich bearbeitet und ausgestellt.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Chemie-Raum der Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D. Der Eintritt ist frei. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

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