Jetzt geht es dem Wildwuchs mit heißem Wasser an den Kragen

 

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Büchen (wre). Auch wenn das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im Verdacht steht Krebs zu erzeugen, wird es immer noch viel von der Landwirtschaft eingesetzt. Aber auch die Städte und Kommunen nutzen das umstrittene Mittel, um ihre Wege und Plätze frei von unerwünschtem Wildwuchs zu halten. Die Gemeinde Büchen geht jetzt einen anderen Weg. „Wir verzichten komplett auf Glyphosat“, so Bürgermeister Uwe Möller. Stattdessen wird der Bauhof nun die Unkräuter mit heißem Wasser in Schach halten.

Rund 65.000 Euro hat die Gemeinde in die Hand genommen, um Straßen und Plätze künftig umweltfreundlicher zu säubern. Dafür wurde ein Kompressor angeschafft, der neben Hochdruck auch heißes Wasser erzeugen kann. „Das wird dann zwischen 90 und 110 Grad heiß sein, wenn wir es einsetzen“, erklärt Michael Kraus. „In den Kosten ist aber auch der Umbau des Fahrzeugs mit einer Steuereinheit und ein hydraulischen Arm vorn am Fahrzeug dabei“, ergänzt Möller. Und gerade der Arm wird wieder für Ersparnisse sorgen. Das Fahrzeug kann ein Mann bedienen, und so die Straßen abfahren, wo das Unkraut beseitigt werden soll. Der Arm kann aber auch umgerüstet werden, um damit die Pflanzen in der Gemeinde zu begießen. Bisher waren dafür immer zwei Mitarbeiter nötig.

Der Hochdruckreiniger schafft 250 Bar. „Damit kann sogar Graffiti entfernt werden“, sagt Günther Behnke vom Bauhof. Eingesetzt wurde das Gerät bereits auf dem Bürgerplatz und beim Waldschwimmbad. „Wir werden auch künftig am Bahnhof mit den neuen Treppen und den Parkplätzen das Gerät einsetzen“, so Möller. Denn nach dem Umbau wird der Bauhof größere Flächen zu reinigen haben.

Für die Unkrautbeseitigung kommt das Wasser allerdings drucklos aus dem Arm. Es lassen sich aber auch noch per Hand mit zwei Mann gleichzeitig Flächen reinigen. Dafür stehen ein 25 Meter und ein 50 Meter langer Schlauch mit Druckpistolen zur Verfügung. „Wir werden in den ersten zwei Jahren sicherlich öfter damit das Unkraut beseitigen müssen, weil ja nur der obere Teil der Pflanze abstirbt, aber die Wurzel erhalten bleibt“, so Michael Kraus. Bei wiederholter Anwendung soll sich dann aber auch die Wurzel zurückziehen.

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