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Lüneburg: "Büchen ist der ideale Standort für eine Schwimmhalle"

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Büchen (wre). Der Südkreis im Herzogtum Lauenburg hat eine Sonderstellung in Schleswig-Holstein. „Es gibt sonst nirgendwo bei einer Einwohnerzahl von über 100.000 den Zustand, dass es keine Schwimmhalle gibt“, erklärt der Kreistags- und Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann. „Und das wollen wir ändern, und zwar in Büchen“, ergänzt der Büchener CDU Fraktionsvorsitzende Henning Lüneburg. Am Dienstag, 25. September, bringt daher die CDU Fraktion einen Antrag in die Gemeindevertretung ein, damit die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gibt.

Einfach wird es aber nicht werden. Ob die anderen Fraktionen mitziehen ist noch unklar. Rund 50.000 Euro soll die Machbarkeitsstudie kosten. Dann kann abgeschätzt werden, ob sich der Bau einer Schwimmhalle für den Südkreis lohnt und rechnet. Auch wenn der Standort nach Willen der CDU Fraktion in Büchen sein soll, soll die Halle aber für den ganzen Südkreis zur Verfügung stehen.

„Der Bau würde wohl rund 10 Millionen Euro kosten, wir müssen sehen, dass eine möglichst große Summe mit Fördergeldern abgedeckt wird“, so Brackmann. Aber dafür ist noch eine Gesetzesänderung beim Bund nötig. Sogar das Grundgesetz muss geändert werden. „Es gibt derzeit nur die Möglichkeit der Förderung von Sanierungen, aber nicht für den Neubau von Schwimmhallen“, so Norbert Brackmann. Aber wie der Bundestagsabgeordnete erklärt, hat die Gesetzesänderung auch keine Eile. „Ich werde bestimmt nicht schon in fünf Jahren in der Schwimmhalle stehen“, so Brackmann. Neben der Machbarkeitsstudie müsste auch erst ein entsprechender Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden. „Da werden schon ein paar Jahre verstreichen“, ergänzt Brackmann.

Auch Schwarzenbek ist an einer Schwimmhalle interessiert. Dort ist sich die Politik bereits einig, dass eine Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten prüfen soll. „Wir werden aber vom Kreis alle in Frage kommenden Städte und Gemeinden anschreiben um auszuloten, wer Interesse an einem Hallenbad hat“, sagt Brackmann.

Der Fraktionsvorsitzende Henning Lüneburg sieht aber klare Vorteile für Büchen. „Wir haben hier eine sehr gute Infrastruktur und könnten Synergieeffekte nutzen.“ Sollte die Halle auf dem Gelände des Waldschwimmbades gebaut werden können, besteht die Möglichkeit die vorhandene Technik und das Personal sowohl für das Freibad als auch für die Schwimmhalle zu nutzen. „Die Technikhalle wurde bereits mit entsprechender Reserve ausgestattet, die würde wohl auch noch die Schwimmhalle mitversorgen können“, so die Meisterin für Bäderbetriebe, Mareille Eggers. Es soll ohnehin kein Spaßbad werden, sondern mit vier bis fünf 25 Meter Bahnen vor allem für Schulsport und Vereine zur Verfügung stehen.

„Auch wenn Büchen rund eine Millionen Euro selber für den Bau aufbringen muss, wäre es eine gute Investition für die Zukunft. Und wer fünf Millionen Euro für ein Jugendzentrum ausgibt, sollte auch eine Million für ein Schwimmbad übrig haben“, so Lüneburg, „die Chancen für ein Hallenbad waren in den vergangenen 40 Jahren nicht so gut wie heute.“ Die laufenden Kosten und die Instandhaltungskosten liegen dann beim Betreiber, also im Falle einer Umsetzung bei der Gemeinde Büchen.

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