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Büchen (LOZ). Innerörtliche Verdichtung, Förderung des Radverkehrs und eine attraktive Bildungslandschaft stehen neben einer guten Balance zwischen Wachstum und ökologischen Aspekten im Fokus der Sozialdemokraten.

Die Gemeinde Büchen ist im Regionalplan Schleswig-Holstein als Entwicklungs- und Entlastungsort eingestuft. Somit soll Büchen mit seinen baulich zusammenhängenden Siedlungsgebieten zur Entlastung der verdichteten Bereiche im Ordnungsraum um Hamburg als eigenständiges regionales Zentrum gestärkt und weiterentwickelt werden.

Bei der im Hauptausschuss angestoßenen Fortführung des Ortsentwicklungskonzeptes von 2016 hat die SPD-Fraktion einige ihrer Themenschwerpunkte benannt. Die SPD sieht es als Aufgabe der Gemeindevertretung an, dafür zu sorgen, dass eine bauliche Entwicklung in Einklang zu bringen ist mit den Büchener Bürgern und der Natur. Weiter sollen sich die diversen bereits angestoßenen Konzepte und Projekte (u.a. Einzelhandel, Radverkehr, „Büchen macht grün“, Projektarbeit der „Hafen-City-Universität“ zur Wohnraumentwicklung in Büchen) in der geplanten Fortschreibung wiederfinden.

„Bei der geforderten Wohnraumentwicklung ist es uns wichtig, dass die innere Verdichtung Vorrang vor der Ausweitung von flächenverbrauchenden Neubaugebieten hat“, so Petra Gast-Pieper Mitglied der SPD-Fraktion im Hauptausschuss. „Ebenso sehen wir es mit als Aufgabe der Gemeinde an, für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen und Investoren dazu in die Pflicht zu nehmen“.

Auch eine moderate, nachhaltige Entwicklung von Bauflächen und Gewerbeflächen führe zwangsläufig zu mehr Verkehr durch den Ort, so die Sozialdemokraten. Das Verkehrsgutachten habe gezeigt, dass gerade der Mehrverkehr zu Stoßzeiten durch innerörtlichen Verkehr verursacht wird. Deshalb legt die SPD zur Entlastung der Verkehrsspitzen ihr Augenmerk auf die Verbesserung der Radwegeführung im Ort. „Der Radverkehr soll sicher und komfortabel sein. Wir favorisieren sichtbar gekennzeichnete Radwegeführungen auch auf der Straße statt lange Ampelphasen und stiefmütterliche Radwegeleitung auf Fußwegen, wo das Radfahren besonders zu Stoßzeiten kein Vergnügen ist“, so Claudia Hondt, ebenfalls Mitglied der SPD-Fraktion im Hauptausschuss.

„Bei der Betrachtung des Verkehrs müssen zudem Überlegungen zur privaten und öffentlichen Parkplatzausweisung in das Ortsentwicklungskonzept einfließen, denn eine verschwenderische Oberflächenversiegelung kann nicht die Lösung sein. Besser wäre die Planung von Tiefgaragen, wenn möglich“, so Thomas Gladbach Fraktionsvorsitzender der SPD. „Bei allen baulichen Maßnahmen muss der Anspruch bestehen dies ökologisch nachhaltig und ressourcenschonend voranzutreiben und das dürfen keine Lippenbekenntnisse bleiben sondern muss im Ortsentwicklungskonzept verankert werden.“

„Eine moderate, ökologisch verträgliche Weiterentwicklung des Entwicklungs- und Entlastungsortes erfordere somit eine vorausschauend geplante Infrastruktur. Damit sich Jugendliche, junge Familien und die ältere Generation zu Hause fühlen können, gehören dazu vor allem ausreichend Kindergartenplätzen, eine anspruchsvolle Schullandschaft, ansprechende Sportstätten, ein attraktives Jugendzentrum als auch eine gute allgemeine Nahversorgung. Ein auf dieser Basis angemessenes Wachstum unserer Bevölkerung ist die einzige Möglichkeit, dem demografischen Wandel gegenzusteuern“, stellt Thomas Gladbach für die Sozialdemokraten fest.

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