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Büchen (LOZ). In der letzten Schulverbandssitzung ging es bereits das zweite Mal um die zwingend notwendige Erweiterung des Schulzentrums, und zwar sowohl im Grundschulbereich als auch an der Gemeinschaftsschule. Viele Monate wurde auf Grundlage des Schulentwicklungsplans ein realistisches Erweiterungskonzept geplant, unter Einbindung zukunftsgerichteter Pädagogik und Raumnutzung.

Die Kosten belaufen sich zunächst auf 13 Millionen Euro für mehr als 20 Klassenräume, zuzüglich Mensaerweiterung, Fachräumen etc. und diese Summe setzt sich bislang ohne Abzug von Zuschüssen aus Förderprogrammen zusammen. Selbst für die Bauplanung steht noch in diesem Jahr ein Förderprogramm zur Verfügung, somit wäre eine zügige Beschlussfassung notwendig gewesen.

Der Eklat ließ nicht lange auf sich warten: Die konservative Mehrheit im Schulverband hat mit Unterstützung des Büchener CDU-Vorsitzenden Henning Lüneburg alle Pläne gekippt, ohne Gegenvorschläge zu unterbreiten. Auch auf das Drängen einiger Verbandsmitglieder, wenigstens den notwendigen Anbau an der Grundschule mitzutragen, gab es ein kategorisches Nein. Die Büchener Sozialdemokraten kommentieren diese „rückwärtsgewandte“ Schulpolitik wie folgt:

„Die jetzige Büchener CDU zeigt sich komplett alternativlos. Welche Antworten hat die CDU auf anwachsende Schülerzahlen? Welche Bildungspolitik wird von der CDU Büchen verfolgt? Sollen Container aufgestellt werden? Wird auch in Zukunft in zu engen Räumen unterrichtet? Werden weiterhin Fachräume in Klassenräume umgewandelt? Es reicht nicht aus, auf Plakaten den Schülern einen guten Schulstart zu wünschen und in der Realität einen Klassenteiler von 26 Schülern und mehr zu verantworten, insbesondere in Zeiten wie diesen. Die CDU ist bildungspolitisch in Büchen auf einem Irrweg und wäre gut beraten, sich mit allen Schulverbandsvertretern zu einigen. Zurzeit herrscht Stillstand, ausgetragen auf dem Rücken von Schülern und Eltern.“

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