Die zentrale Frage der Ortsentwicklung in Büchen kann nach dem vom Bundesverfassungsgericht gefällten Urteil und dem umgehend Ende Juni vom Bundestag korrigierten Klimaschutzgesetz nur lauten:

Wie können die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 65% und danach bis 2045 um 100% reduziert werden.

Vor diesem Hintergrund den Blick modellhaft auf die praktisch erforderlichen CO2-Reduktionen für Büchen auf das laufende Jahr 2021 gerichtet, ergibt sich ein sehr dringlicher Handlungsbedarf.

Laut Bundesumweltamt verursachen die Bundesbürger:innen durchschnittlich jährlich ca. 11 Tonnen CO2-Emissonen und übertragen auf die Gemeinde Büchen mit rund 6.300 Einwohner:innen 70.000 t, die bis 2030 auf 24.500 t sinken müssten.

Durchschnittlich müssten also bis 2030 Jahr für Jahr 4.550 t CO2 in Büchen eingespart werden.

Welche Antworten haben der für die Verwaltung verantwortliche Bürgermeister und die Kommunalpolitiker: innen von ABB, CDU und SPD auf diese drängenden Erfordernisse und Fragen? Wie können die aktuell geplanten und erschlossenen neuen Wohn- und Gewerbegebiete einen Beitrag für ein klimaneutrales und nachhaltiges Büchen 2045 leisten?

Die Diskrepanz zwischen der Dringlichkeit eines effektiven Klimaschutzes und den tatsächlich in den Blick genommenen Handlungen und Maßnahmen ist offensichtlich, trotz des Wirkens der schon mehrere Jahre im Amt befindlichen hauptamtlichen Klimaschutz-Expertin.

Nach den Verlautbarungen und Stellungnahmen in den lokalen Medien der letzten Monate komme ich zu dem frustrierenden Fazit, dass das Streben nach immer weiterem Wachstum in alle Richtungen nach wie vor die Diskussionen und Entscheidungen der politisch Verantwortlichen zu dominieren scheint und die damit zusammenhängenden Zerstörungen und Verluste nicht angemessen wahrgenommen werden.

Dabei werden die nächsten 5 bis 10 Jahre die wichtigsten für die Zukunft Büchens.

Arne Kalski
Büchen

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