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Dassendorf (LOZ). Photovoltaikblätter in den Bäumen oder ein Energiespielplatz – das sind nur einige Ideen, die kürzlich beim Energiefrühstück auf Einladung von Klimaschutzmanager Jonas Hapke diskutiert wurden. Hapke hatte Dr. Klaus Wortmann von der gemeinnützigen Gesellschaft für Energie und Klimaschutz (EKSH) in Kiel eingeladen, der vier von der EKSH erarbeitete Szenarien zur Zukunft der Energielandschaften in Schleswig-Holstein vorstellte.

Die Veranstaltung kam gut an: Vom Schüler bis zum Lehrer, von der Politikerin bis zum Energieaktivisten waren sich nach gut zwei Stunden angeregter Debatte alle einig: „Nicht nur rumschnacken, sondern anpacken bei der Energiewende im privaten wie im öffentlichen Bereich.“

„Bisher wurde die Szenarien immer mit Fachleuten diskutiert. Beim Frühstück im Amt Hohe Elbgeest stellte sich Dr. Wortmann erstmals den kritischen Fragen der Bürger“, erklärt Jonas Hapke. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten vor allem die Probleme bei der Umsetzung der Energiewende in einer digitalisierten und vernetzten Welt. Die Ergebnisse der landesweiten Diskussionsrunden fließen in die zweite Projektphase der EKSH zur Energiezukunft im nördlichsten Bundesland ein.

Welche Maßnahmen könnten am besten zur Klimaschutzregion Hohe Elbgeest passen? In Dassendorf wurde das Szenario „Small ist beautiful – Boom lokaler Kreisläufe“ intensiver beraten. Es widmet sich der regionalen Gemeinschaft und Möglichkeiten der Energieerzeugung vor Ort.

Zu Beginn der Diskussionsrunde diente ein kleines Hörspiel der Einführung in das Thema. Das fiktive Zukunftsdorf „Moornbek“ stellt sich dabei als weitgehend energieautarkes Dorf dar, in dem unter anderem mit Photovoltaik-Blättern an Bäumen Energie regional erzeugt wird. „Wie kann das Leben auf dem Land als Selbstversorger attraktiv gestaltet werden, wie kann der Landflucht begegnet und die Pendlerströme eingedämmt werden? Diesen Fragen stellten sich die Teilnehmer“, berichtet Jonas Hapke. „Dabei wurde auch deutlich, dass in der Diskussion Expertenwissen und -vokabular auf die Laienebene gebracht werden muss, wenn die Bevölkerung mitgenommen werden soll auf dem Weg der Energiewende.“

„Es ist wichtig, die Energie-Zukunft nicht als ferne Vision zu betrachten, sondern sie bereits jetzt aktiv mitzugestalten“, unterstreicht Dr. Wortmann. „Eine Hilfestellung für den privaten Bereich oder in den Betrieben bietet dabei meine Orientierungsberatung zum Thema Energie“, ergänzt Klimaschutzmanager Jonas Hapke.

Kostenlose Orientierungsberatung bietet das Amt Hohe Elbgeest zu energetischer Sanierung, Mobilität und Klimaschutz immer montags von 14 bis 17 Uhr nach telefonischer Vereinbarung.

Zusätzlich stehen alle Hörspiele und weitere Informationen zum Thema „Energielandschaften der Zukunft in Schleswig-Holstein“ unter: http://www.eksh.org/projekte/energielandschaften-schleswig-holstein-2042/ zur Verfügung.

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