Print Friendly, PDF & Email

Lesezeit: 3 Minuten

Dassendorf (LOZ). Nina Stiewink, die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Amt Hohe Elbgeest, stellte im Amtsausschuss ihren inzwischen vierten Tätigkeitsbericht vor. Er umfasst den Zeitraum von Juli 2017 bis September 2018 und zeigt den beachtlichen und vielfältigen Umfang dieser Aufgabestellung.

Dabei geht es nicht nur um die Gleichberechtigung von Frauen. Auch Männer wenden sich an Nina Stiewink, aber: „Frauen sind strukturell benachteiligt.“ Dabei sind in der Kommunalpolitik kleine Erfolge zu verzeichnen, wenn auch noch nicht die anteilige Beteiligung von der weiblichen Hälfte der Bevölkerung in den gemeindlichen Gremien zu verzeichnen ist.

Im Amtsausschuss sitzen vor allem männliche Vertreter der Amtsgemeinden. Sie tagen unter der Leitung von Amtsvorsteherin Martina Falkenberg aus Dassendorf, die neben Hanna Putfarken aus Hohenhorn die einzige Frau in der Leitung einer der zehn Amtsgemeinden ist. Trotzdem konnte Nina Stiewink auf einen kleinen Erfolg der Kampagne der Gleichstellungsbeauftragten „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ bei den Kommunalwahlen im Mai 2018 hinweisen: „Die Kommunalwahl hat uns Gleichstellungsbeauftragte in Schleswig-Holstein in den vergangenen eineinhalb Jahren beschäftigt. In verschiedenen Aktionen, auch in Kooperation mit dem „Kommunalpolitischen Netzwerk für Frauen e. V.“ (KopF), haben wir Veranstaltungen und Initiativen durchgeführt, um mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen.“

Bezogen auf die Gemeindevertreterinnen und -vertreter in den zehn Amtsgemeinden hat die Wahl zu einem erfreulichen Ergebnis geführt: „In der Hälfte der Gemeinden kam es zur Steigerung der Frauenquote in den Gemeindevertretungen“, berichtet Nina Stiewink.

Ein Aufgabenbereich der Gleichstellungsbeauftragten ist die Zusammenarbeit mit der hauptamtlichen Verwaltung des Amtes Hohe Elbgeest und den ehrenamtlichen Gemeindevertretern/Gemeindevertreterinnen. Nina Stiewink: „Ich nehme an den wöchentlichen Gesprächen zwischen der Amtsleitung und den Fachamtsleitungen teil, so dass Informationenaustausch und Abstimmungen leichter möglich sind. Bei der Kommunalwahl war ich als Wahlhelferin aktiv, um einen besseren Einblick in den Ablauf und das Wahlgeschehen zu erhalten.“

In Beratungsgesprächen geht es häufig um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie um die Rückkehr nach der Familienpause an den Arbeitsplatz oder die berufliche Entwicklung. In Kooperation mit Sandra Hansen von „Frau & Beruf“ konnten zahlreiche Beratungstermine angeboten werden.

Im Oktober 2017 fand ein Sozialkompetenz-Training, getrennt für Jungen und Mädchen, in Kooperation mit der Jugendarbeit statt. „Die Kinder waren sehr begeistert von diesem besonderen Angebot.“ In Kooperation mit der Angehörigenschule aus Hamburg fanden zwei Info-Veranstaltungen zum Thema „Pflege“ statt: „Wie geht Pflege?“ und „Demenz“. Diese gut besuchte Reihe soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Nach dem Auftakt im April 2017 moderierte Nina Stiewink im September 2018 die zweite Ideenwerkstatt für Frauen aus dem Amtsgebiet. Neben dem in 2017 initiierten Frauenfrühstück alle zwei Monate werden künftig einige Frauen Ü50 regelmäßig zusammen Fahrradtouren in der Region unternehmen. Andere Frauen wollen sich dem Thema der Nachhaltigkeit widmen und beispielsweise Insektenhotels installieren.

Einen Ausblick für die kommenden Monate gab Nina Stiewink zum Abschluss ihres Berichtes. Am 24. November wird sie von 10.30 bis 16.30 Uhr ein WenDo-Selbstverteidigungstraining anbieten für Frauen im Rahmen der „Internationalen Woche gegen häusliche Gewalt“, zu dem Interessentinnen sich heute schon anmelden können. Außerdem wird Nina Stiewink über Brötchentüten, die sie in dieser Woche in den Kitas des Amtsgebietes verteilt, Familien über Hilfeangebote bei häuslicher Gewalt informieren und die bundesweite Rufnummer bei sexualisierter Gewalt „08000 116 016“ bekannt machen.

Die nächsten Beratungen für Frauen durch Frau & Beruf finden im Amt Hohe Elbgeest in Dassendorf am Dienstag, 20. November und 4. Dezember, statt. Interessierte können einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren unter Telefon 0160 / 240 50 22 oder per E-Mail an sandra.hansen@faw.de .

Der Info-Point für berufliche Wiedereinsteigerinnen wird in den kommenden Monaten fortgeführt im Smus, Lichterfelder Straße 5 in Geesthacht, immer am vierten Donnerstag im Monat um 9.30 Uhr. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen