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Dassendorf (LOZ). Der Amtsausschuss beschloss mehrheitlich, ein in Schleswig-Holstein einmaliges Projekt durchzuführen. Das Amt Hohe Elbgeest möchte in dem Projekt „MOKJA - Mobilaufsuchende Kinder- und Jugendarbeit“ die Stelle eines Kümmerers/ einer Kümmerin schaffen. Die Kosten von rund 200.000 Euro für die dreijährige Projektlaufzeit könnten mit Hilfe der AktivRegion Sachsenwald-Elbe finanziert werden. Der entsprechende Antrag wird in der Vorstandssitzung der AktivRegion am 11. September im Geesthachter Oberstadttreff vorgestellt.

Die MOKJA war bereits im Hauptausschuss ausführlich erörtert worden. Die Ausschussvorsitzende Hanna Putfarken erläuterte nun im Amtsausschuss, warum neben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit des Amtes eine aufsuchende Jugendarbeit notwendig ist. „Aus verschiedenen Quellen ist uns bekannt, dass es Kinder und Jugendliche in den Gemeinden des Amtes gibt, die sich auf der Straße, an Bushaltestellen oder auf Spielplätzen treffen. Sie gehen nicht in unsere Jugendtreffs und werden durch deren pädagogische Angebote nicht erreicht.“ Diese Kinder und Jugendlichen bedürfen einer besonderen Betreuung, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich ihre Freizeitgestaltung in eine ungünstige Richtung entwickelt, so Hanna Putfarken.

In der gut einstündigen intensiven Debatte wurde im Amtsausschuss rege über das Für und Wider dieses Projekts diskutiert und dessen Auswirkungen abgewogen. Mehrfach wurde angesprochen, dass es sich um eine pädagogische, aber auch ordnungsrechtliche Aufgabe handelt, bei der sowohl die Polizei als auch der Kreis in die Pflicht genommen werden sollte.

Amtsdirektorin Lehmann erläuterte, dass die Mobilaufsuchende Jugendarbeit (MOKJA) eine Betreuung von Kindern und Jugendlichen in den Abendstunden und am Wochenende ist, die sehr flexibel auf deren Belange und Bedürfnisse eingehen kann. „MOKJA ist ausdrücklich keine Straßensozialarbeit.“

Sie ist ein „Kümmerer“ für die Kinder und Jugendlichen, ist sozialraum-, bedürfnis- und erlebnisorientiert und schafft Möglichkeiten für Jugendliche, ihre konstruktiven Seiten zu entwickeln und auszuprobieren. MOKJA soll gefährdete Kinder und Jugendliche erreichen und durch kontinuierliche Kontakte deren Interessen erkennen und fördern.

Mehrheitlich hat der Amtsausschuss außerdem beschlossen, die erfolgreiche Arbeit des Klimaschutzmanagements im Amtsgebiet nach dem ersten dreijährigen Förderzeitraum fortzusetzen.

Seit 1. Juli 2016 beschäftigt das Amt Hohe Elbgeest ein Klimaschutzmanagement, das die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2013 in der Klimaschutzregion Hohe Elbgeest begleitet. Bis Mitte 2019 wurde dieses Projekt durch den Projektträger Jülich aus Bundesmitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Derzeit läuft der Antrag zur Verlängerung des Förderzeitraums um weitere zwei Jahre; eine Entscheidung wird täglich erwartet.

Über die vielfachen Aktivitäten des Klimamanagements in der Amtsverwaltung, in den Gemeinden, für Privatpersonen und Betriebe informiert die Übersicht zum Klimaschutz im Amt Hohe Elbgeest unter www.amt-hohe-elbgeest.de.

Im April hat Klimaschutzmanagerin Jennifer Schnepper eine Kleidertauschparty in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten durchgeführt. Erstmals hat das Amtsgebiet am „Stadtradeln“ teilgenommen. An einem Energieberatungstag im Juni in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein konnten sich Interessierte zum Thema Energiesparen informieren. Bei einem Klima- und Jugendtag in Kooperation mit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wurde der „Rohstoffverbrauch für unsere Handys“ zielgruppengerecht thematisiert.

Aktuell ist die Stelle des Klimaschutzmanagements neu zu besetzen. Der Amtsausschuss hat jetzt beschlossen, dass die Stellenbesetzung nach Beendigung des Förderzeitraums grundsätzlich unbefristet möglich ist.

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