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Dassendorf (LOZ). Dank des neuen „Klimaschutz-Förderprogramms“ des Landes Schleswig-Holstein können Bürgerinnen und Bürger ab sofort ihre privaten Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz bezuschussen lassen. Von Balkon-Photovoltaikanlagen (200 bis 600 Wp Leistung) und Stromspeichern, über Gründächer, bis hin zu E-Lastenfahrrädern und privaten E-Ladesäulen: gefördert werden diverse Einzelmaßnahmen, die zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Ebenfalls förderfähig sind der Einbau einer umweltfreundlichen Heizungsanlage, der Anschluss an ein Fernwärmenetz sowie der Bau von Regenwasser-Zisternen.

Die Zuschusshöhe variiert je nach Maßnahme und beträgt beispielsweise für Lastenräder bis zu 400 Euro. In vielen Fällen, wie bei der Errichtung eines Ladepunktes für E-Fahrzeuge, wird zudem nicht nur der Erwerb der Anlage, sondern auch die Installation gefördert. Für die meisten Fördermöglichkeiten ist die Summe der Förderung auf 50 Prozent der förderfähigen Kosten begrenzt. Wird jedoch eine neue Photovoltaik-Anlage mit einem Stromspeicher oder einer E-Ladesäule kombiniert, kann die Förderquote bis auf 75 Prozent der förderfähigen Kosten gesteigert werden. Da sich der Fördertopf auf gerade einmal 3,6 Millionen Euro beschränkt, sollten Anträge schnell erfolgen, da ansonsten bereits alle Fördermittel ausgeschöpft sein könnten. Links zu weiteren Informationen zum Förderprogramm sowie zum Antragsformular sind unten aufgeführt.

Teil des neuen Programms ist die finanzielle Unterstützung bei der Installation von Photovoltaik-Balkonmodulen, die auch Mini-Solaranlagen oder Balkonkraftwerke genannt werden. Diese Anlagen stellen eine attraktive Ergänzung zu den herkömmlichen größeren Dach-PV-Anlagen dar und erfreuen sich, auch aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten (z.B. auf Balkon, Carport, Terrasse oder Fassade), in der letzten Zeit einer immer größeren Beliebtheit. Sie sind ideal für alle Privatpersonen, die ihre Stromkosten reduzieren und gleichzeitig aktiv die Energiewende mitgestalten möchten.

Bei Kosten von etwa 350 bis 400 Euro, bewegt sich der Leistungsbereich eines PV-Moduls meist zwischen 250 und 300 Wp. Die eigene Solarenergienutzung kann einen Teil des teuren Stroms vom Versorger ersetzen, sodass laut dem PV-Netzwerk Baden-Württemberg mit einer jährlichen Einsparung von 50 bis 90 Euro gerechnet werden kann. Auch die Einsparungen der Treibhausgasemission sind durchaus beachtlich. Ausgehend von einem mittleren CO2-Ausstoß von 401 g CO2 pro kWh Strom (Quelle: Umweltbundesamt, 2020), kann bei einem typischen Jahresertrag eines Moduls von 250 kWh mit jährlichen Einsparungen von etwa 100 kg CO2 gerechnet werden.

Eine ausführliche und detaillierte, aber gleichzeitig präzise Anleitung für Interessenten von Balkon-Modulen, von der Planung bis zur Nutzung, wurde von der Seite „Ich-bin-Zukunft“ veröffentlicht und ist unter einem unten angegebenen Link aufrufbar. Eine umfangreiche Liste von steckerfertigen Mini-Solaranlagen wurde von PV-Magazine erstellt und ist ebenfalls unter den angegebenen Links zu finden.

Links:

Informationen zu dem neuen Förderprogramm : https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Klimaschutz/Klimaschutz_node.html

Link zur Antragstellung: https://serviceportal.schleswig-holstein.de/Verwaltungsportal/Service/Entry/AFM_Klima

Link zur Anleitung von „Ich-bin-Zukunft“: www.ich-bin-zukunft.de/wp-content/uploads/2020/03/IBZ-Leitfaden_Balkon-PV-Online.pdf

Link zur Mini-Solaranlagen-Übersicht (von PV-Magazine): https://www.pv-magazine.de/marktuebersichten/produktdatenbank-stecker-solar-geraete/

Kontakt Klimaschutzmanager:
Nico Wiesmann, Klimaschutzmanager im Amt Hohe Elbgeest
E-Mail: klima@amt-hohe-elbgeest.de
Telefon: 04104 990-423

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