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Friedrichsruh (LOZ). Für eine ihrer ersten Stationen lädt die Otto-von-Bismarck-Stiftung die Wanderausstellung #StolenMemory in den Park des Historischen Bahnhofs in Friedrichsruh ein. In einem ausklappbaren Überseecontainer werden vom 10. bis zum 22. Oktober auf Plakaten persönliche Gegenstände von NS-Verfolgten gezeigt und deren Lebensgeschichten erzählt. Die Objekte selbst sind, soweit es möglich war, an die Familien ihrer einstigen Besitzerinnen und Besitzer zurückgegeben worden.

Konzipiert wurde diese Ausstellung von den Arolsen Archives. Dieses internationale Zentrum über NS-Verfolgung hat das weltweit umfassendste Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus aufgebaut. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonnabend, 10. Oktober, um 11 Uhr mit einem Vortrag von Christian Römmer, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Er beschreibt unter dem Titel „Geraubte Werte. Die Effekten der KZ-Häftlinge“, wie den Häftlingen bei der Einlieferung in ein Konzentrationslager ihre persönlichen Gegenstände abgenommen wurden. Geschildert wird, wie einige der Uhren, Ketten und Brieftaschen auf verschlungenen Wegen zu ihrem heutigen Verwahrungsort, den Arolsen Archives, gelangt sind.

Die Ausstellung ist geöffnet dienstags bis sonntags, 10 – 16 Uhr; sie kann ohne Anmeldung besichtigt werden, der Eintritt ist frei. Für die Vernissage wird um Anmeldung gebeten unter der Telefonnummer 04104 / 97 71-0 oder per E-Mail an info@bismarck-stiftung.de.