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Dassendorf (LOZ). Ein letztes Mal dreht sich für Ingrid Püst am 4. November der Tresorschlüssel und die Kasse wird wie gewohnt sicher verstaut.

22 Jahre lang war Ingrid Püst eine Garantin für die Sicherheit der Gelder des Amtes Hohe Elbgeest und der amtsangehörigen Gemeinden sowie der Stiftung Aumühle und des Schulverbandes. Mit wie vielen Millionen sie in der Zeit jonglierte, ist nicht zu errechnen – aber es waren einige. Und immer wahrte sie den sicheren Überblick, niemals fehlte auch nur ein Cent.

Das Kassengeschäft lernte die gebürtige Lankauerin schon nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim Kreis Herzogtum Lauenburg, bei dem sie fünf Jahre lang in der Kämmerei tätig war.

Ab 1979 wechselte sie zur Gemeinde Wentorf bei Hamburg und wurde Gemeindekassenleiterin. Im gleichen Jahr zog die passionierte Skifahrerin nach Escheburg – der Liebe wegen. Mit Ehemann Peter lebt sie noch heute in der Gemeinde.

Nach der Geburt der Tochter pausierte Ingrid Püst, arbeitete dann viele Jahre bei einem Steuerberater, bevor sie 1998 wieder in den öffentlichen Dienst einstieg und Kassenleiterin im Amt Hohe Elbgeest wurde. Ein Glücksfall für das Amt und seine Gemeinden, wie ihr Chef, der Kämmerer Ingo Jäger, betont. Zuverlässig und unaufgeregt sorgte Ingrid Püst dafür, dass sämtlicher Buchungsverkehr reibungslos lief und die Abschlüsse stimmten. Durch Fortbildungen zur Bilanzbuchhalterin und zur Verwaltungswirtin hielt sie sich stets auf dem aktuellsten Ausbildungsstand.

„Frau Püst hinterlässt große Fußstapfen für die Nachfolge“, ist auch Amtsdirektorin Christina Lehmann voll des Lobes für die Escheburgerin. „Langweilig wird mir bestimmt nicht. Ich habe immer sehr gerne gearbeitet, aber jetzt freue ich mich, Haus und Garten zu genießen, mehr Zeit mit der Familie und den Enkelkindern zu verbringen sowie ausgiebige Radtouren mit meinem Mann zu unternehmen“, schaut die künftige Renternin zuversichtlich in den neuen Lebensabschnitt.

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