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Dassendorf (LOZ). Mit Abschluss des Jahres 2020 war Schluss. Nach 47 Jahren im Dienst des Amtes ging Kerstin Kirsch in den wohlverdienten Ruhestand.

1973 begann die gebürtige Geesthachterin ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Amt Geesthacht-Land, das damals noch seinen Sitz im Bandrieter Weg in Geesthacht unmittelbar gegenüber der Stadtverwaltung hatte. 270 DM betrug das Lehrlingsgehalt im 1. Jahr.

In der kleinen und familiären Verwaltung arbeiteten damals knapp 30 Männer und Frauen für die Gemeinden rund um Geesthacht. „Das war schon ein ganz besonderes Arbeitsklima, aber es war auch eine andere Zeit. Gemeinsame Feste mit den Ehrenamtlern aus den Gemeinden haben uns damals zusammengeschweißt“ erinnert sich die 64-Jährige ein wenig wehmütig an die Anfänge ihres Berufslebens. Sie wechselte nach der Ausbildung zunächst in das Ordnungsamt, erstellte dort Ordnungsverfügungen und bearbeitete Fischereischeine und Führerscheine. Danach kam der Wechsel ins Meldeamt. „Damals wurden die Pässe und Ausweise noch per Hand ausgestellt – und damit war es auch möglich, mal am Wochenende auf die Schnelle Menschen aus der Patsche zu helfen, wenn sie feststellten, dass der Pass abgelaufen, die Urlaubsreise aber vor der Tür stand“. Das kam schon häufiger mal vor und ohne Rücksicht auf Feierabend und Wochenende wurde den Menschen geholfen. Bürgerfreundlichkeit stand für Kerstin Kirsch immer an erster Stelle. Und so blieb sie dem Meldeamt in ihrer gesamten beruflichen Zeit treu, denn dort konnte sie den für sie so wichtigen Kontakt zu den Bürgern immer pflegen.

Maßgeblich mitbegleitet hat Kerstin Kirsch auch die technische Entwicklung im Meldeamt. Heute laufen alle Prozesse technikgestützt ab, vom biometrischen Foto über die digitale Unterschrift hin zur programmgestützten Bestellung, Wählerverzeichnisse, Meldebescheinigungen, Führungszeugnisse. „Die Technik hat die Prozesse schon stark verändert – und es wird sicher noch weitergehen“ ist sich die Geesthachterin sicher.
Diese Veränderung hat sie nun in die Hände ihrer Nachfolgerin Barbara Bielawa gelegt, die seit dem 1. Dezember 2020 ihren Platz in der Amtsverwaltung Hohe Elbgeest in Dassendorf eingenommen hat.

„Mit Frau Kirsch verlieren wir jahrelanges Erfahrungswissen und eine stets freundliche Mitarbeiterin, die damit auch immer ein Aushängeschild für den Bürgerservice war“, ist auch Amtsdirektorin Christina Lehmann voll des Lobes für die Ruheständlerin.
Für diese steht nun die Familie im Vordergrund. Und vielleicht auch noch einmal ein Ortswechsel mit Hausbau. Dann soll es an die Ostseeküste gehen.

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