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Dassendorf (LOZ). Zum Equal-Pay-Day am 10. März hatte die Gleichstellungsbeauftragte ein Preisrätsel ausgelobt. Die Antworten zu den 10 Fragen finden sich auf der Klischeefrei.de-Seite, einer Aktion der Bundesministerien für Bildung und Forschung und Familien, Senioren, Frauen und Jugend die sich mit Bildungsangeboten für eine geschlechtergerechte Ausbildungspolitik einsetzt. Das passt gut zum Girls & Boys´Day am 22. April, der in diesem Jahr hauptsächlich digital stattfindet.

Unter www.boys-day.de und www.girls-day.de finden sich in diesem Jahr die digitalen Angebote. Dort können Schülerinnen und Schüler sich registrieren und finden Zugriff auf unterschiedliche Ausbildungs- und Studienberufe sowie konkrete Angebote für den Tag. Girls & Boys' Day-Berufe sind Berufe, in denen höchstens 40 Prozent des eigenen Geschlechts eine Ausbildung machen oder arbeiten. Und auch das ist neu: auf der Internet-Seite findet sich zum Thema Geschlechter-Diversität folgender Hinweis: „Wir sehen dich als Jungen / Mädchen, wenn DU dich als Junge / Mädchen empfindest. Wenn du nicht weißt, ob du am Boys'Day oder Girls'Day teilnehmen sollst, melde dich bei uns und wir finden eine Lösung.“

Ein solcher Tag für Schüler*innen ist immer noch hilfreich, damit Jungen und Mädchen über „typische“ Frauen- und Männerberufe hinausdenken können. Dafür setzt sich auch „Klischeefrei – die Initiative zur Berufs- und Studienwahl“ ein.

Denn so sieht es immer noch aus – und darum ging es im Preisausschreiben:

Zirka zwei Drittel aller Berufe sind einseitig von Männern und ca. ein Viertel von Frauen besetzt. Nur jeder zehnte Beruf weist ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf.

2018 waren 21,4% aller Teilzeitbeschäftigten Männer und 78,6% Frauen.

Obwohl die Leistungen von 15-jährigen Jungen und Mädchen sich nur unerheblich voneinander unterscheiden, wählen trotzdem deutlich mehr Jungen Informatik und Physik und viel mehr Mädchen Psychologie, Pädagogik und Musik als Leistungsfächer.

Im Schuljahr 2018/2019 lag der Männeranteil bei den Grundschullehrer*innen bei rund 11%.

Seit 1977 (Bundesrepublik Deutschland) dürfen Frauen ohne Einwilligung des Ehemannes erwerbstätig sein (Erstes Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts). In der damaligen Deutsche Demokratische Republik (DDR) war das nach dem Familiengesetzbuch schon 1966 der Fall.

37,5% der Väter, deren Kinder in 2016 geboren wurden, haben Elterngeld in Anspruch genommen.

In 2018 bezogen Männer im Durchschnitt 3 Monate Elterngeld (Mütter 12 Monate) und 9 Monate ElterngeldPlus (Mütter 20 Monate), also Elterngeld in halber Höhe bei dem doppelten Bezugszeitraum.

Der Grundsatz „Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit“ ist In der Bundesrepublik Deutschland erst seit 1980(!) im Gesetz über die Gleichbehandlung von Männern und Frauen verankert. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) stand es seit 1949 in Artikel 7 der Verfassung. 

Seit 1994 müssen sich Stellenanzeigen nach dem Zweiten Gleichstellungsgesetz sowohl an Männer als auch an Frauen richten. Und nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in 2017 wird seit 2019 meist als dritte Option „divers“ (m/w/d) ergänzt.

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