Print Friendly, PDF & Email

Lesezeit: 2 Minuten

(LOZ). In Kiel hatte die SPD-Fraktion die Woche des Handwerks ausgerufen, in den Wahlkreisen wurde sie von den örtlichen Politikern umgesetzt. Kathrin Wagner-Bockey MdL hatte sich schnell entschieden: „Ich wollte etwas machen, womit ich beruflich bisher keinerlei Anknüpfungspunkte hatte. Ich wollte auf dem Bau arbeiten. Die Firma Stapelfeldt Bauunternehmung GmbH bot mir diese Gelegenheit, ich durfte einen Tag „Arbeitsfrau“ sein und die Maurer beim Bau eines Mehrfamilienhauses am Spadenländer Hauptdeich unterstützen.“

„Morgens um 6 Uhr ging es los: Fahrtantritt zur Baustelle. Zunächst wurden rund 25 Paletten Betonfertigteile angeliefert und verteilt, Zement mischen, eine U-Verschalung mit Beton auffüllen, Betonsegmente im Giebel setzen, Dämmmaterial schneiden. Das alles waren meine Aufgaben, zu denen ich fachkundig angeleitet wurde“, erzählt Wagner-Bockey.

Die Landtagsabgeordnete weiter: „Im Anschluss hatte ich die Gelegenheit, mit Mario Stapelfeldt über die Attraktivität des Handwerks ebenso zu sprechen, wie über die Schwierigkeiten. Bei der Stapelfeldt Bauunternehmung sind u.a. gelernte Maurer und Betonbauer damit beschäftigt, Häuser zu bauen, zu sanieren oder (denkmalgerecht) umzugestalten.“ Mario Stapelfeldt beschrieb als eines der größten Probleme die gestiegenen Baukosten aufgrund immer neuer Wärmeschutzverordnungen. Wenn die größten Preissteigerungen aufgrund von Materialkosten entstehen, dann hat am Ende der arbeitende Handwerker nichts davon, sein Lohn steigt nicht in gleichem Maße. Stapelfeldt machte weiter deutlich, dass die Tarifungleichheit in den ostdeutschen Bundesländern zu starken regionalen Unterschieden führe. Einig waren sich Stapelfeldt und Wagner-Bockey, dass das Problem nicht höhere Löhne und Tariftreue seien, sondern dass deren Einhaltung ständig überprüft werden müsse, um den Wettbewerb nicht zu verzerren.

„Ich habe für meine Fraktion mitgenommen, dass unser politisches Ziel weiter sein muss, sich für flächendeckende, gute Tariflöhne einzusetzen“, sagt Wagner-Bockey und ergänzt abschließend: „Ich wünsche jedem Jugendlichen, dass er einen guten Ausbildungsplatz findet. Das Handwerk bietet 130 verschiedene Berufe und es lohnt sich, sich auch mal Berufe anzuschauen, die nicht klassisch immer im Mittelpunkt des Interesses stehen.“

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.