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Geesthacht (LOZ). „Vielfalt verbindet“ lautet das diesjährige Motto der „Interkulturellen Woche“ vom 23. bis 30. September. In Zeiten der verstärkten weltweiten Migration ein Motto, das auch die Arbeiterwohlfahrt Interkulturell an ihrem Standort in Geesthacht mit zwei Aktionen unterstützen möchte.

AWO-Einrichtungsleiterin Franziska Just und Fachberaterin Ricarda Heil haben die Ausstellung „Kultur im Flur“ vorbereitet, die am Montag, 24. September um 13.30 Uhr offiziell eröffnet wird. Der syrische Künstler Omar Al Abdoun Al Mchaal hat in seinen Gemälden Erfahrungen seiner Flucht aus seiner zerstörten Heimat verarbeitet. Er verließ im Jahr 2015 seine Heimat Syrien und kam über die Balkanroute im September in Deutschland an. Omar Al Abdoun Al Mchaal fand zunächst Unterkunft in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster, wurde dann in den Kreis Herzogtum Lauenburg zugewiesen, wo er in Hamwarde von Nachbarn und ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen willkommen geheißen wurde. Der Künstler lebt seit Oktober 2017 in Geesthacht. Inzwischen wurde sein Asylverfahren positiv entschieden und er kann in seiner neuen Heimat Ruhe und Hoffnung finden.

In seinen Gemälden geht es Omar Al Abdoun Al Mchaal um das Leiden der Menschen in Syrien, um den Abschied aus dem „Mutterland“, die Flucht, die Ankunft in Deutschland und die damit verbundenen Ängste und Hoffnungen.

„Der Künstler wird bei der Vernissage vor Ort sein und seine Werke gerne persönlich vorstellen“, verspricht Ricarda Heil. Zu kaufen sind die Bilder nicht, aber Omar Al Abdoun Al Mchaal möchte sie bei Interesse gerne gegen eine Spende für die Lebenshilfe Mölln-Hagenow verschenken.

Der Eintritt im Treppenhaus des AWO-IntegrationsCenters, Markt 26 in Geesthacht ist frei und Besucher zu den Öffnungszeiten des IC von 9 bis 17 Uhr ohne Anmeldung willkommen.

Als zweite Veranstaltung zu „Vielfalt verbindet“ lädt das Team der AWO Interkulturell am Donnerstag, 27. August um 17 Uhr zu einem Literaturabend „Gefühle sind grenzenlos“ ein.

„Literatur hat in vielen Länder eine lang gehegte Tradition und ist sowohl als politische als auch poetische Ausdrucksform weit verbreitet“, erklärt Ricarda Heil. Sie hat bereits zwei persische Literaturabende veranstaltet und freut sich nun auf eine Präsentation von Literatur in verschiedenen Sprachen von farsi über arabisch bis französisch, russisch oder plattdeutsch. Nach einer kurzen Vorstellung des jeweiligen Autors und des Inhalts werden die Gedichte in der Herkunftssprache vorgetragen.

„Der Klangfarbe und dem Ausdruck der verschiedenen Sprachen zuzuhören, ist ein tolles Erlebnis, sie wirken für sich“, verspricht Ricarda Heil. Spontane oder angemeldete Lesebeiträge sind willkommen. Süßigkeiten aus den Herkunftsländern dürfen gerne mitgebracht werden. Ricarda Heil ist erreichbar unter Telefon 0160 / 712 28 51 oder per Mail an ricarda.heil@awo-sh.de.

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