Die Abgeordnete Kathrin Wagner-Bockey (SPD) berichtet über ihre Arbeit im Landtag

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Geesthacht (sun). „Ich möchte den Bürgerinnen und Bürgern Vertrauen in die Politik vermitteln. Dafür bin ich viel im Wahlkreis unterwegs, besuche Institutionen oder Mitgliederversammlungen, bin immer ansprechbar“, betont Kathrin Wagner-Bockey, die auf ihr erstes Jahr im Kieler Landtag als SPD-Abgeordnete aus Geesthacht zurückblickt. „Natürlich kann ich nicht alles sofort beantworten, aber ich nehme ihre Probleme und Sorgen mit und kümmere mich darum.“

„In den Schleswig-Holsteinischen Landtag bin ich mit einem Direktmandat für den Wahlkreis 35 Lauenburg-Süd eingezogen. Zudem betreue ich den Wahlkreis 34 Lauenburg-Nord.“ In ihrem Wahlkreis-Büro neben dem Geesthachter Rathaus wird sie durch Nicole Tomczak unterstützt. Die 28-jährige Schwarzenbekerin schloss ihr Masterstudium in Politik in 2017 erfolgreich ab. Sie kümmert sich seit einem Jahr um den Terminkalender der SPD-Landtagsabgeordneten, bereitet aber auch politische Themen inhaltlich auf.

Dabei ist Kathrin Wagner-Bockey nach 30 Jahren im Polizeidienst nicht nur in der Landespolitik für die Sozialdemokraten aktiv, sondern seit 2013 auch SPD-Fraktionsvorsitzende in der Geesthachter Ratsversammlung. „Diese Erdung in der Kommunalpolitik ist gut und wichtig für meine Arbeit im Kieler Landtag. Hier muss das umgesetzt werden, was in Kiel in Gesetze gegossen wurde wie die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen. Ich habe in den ersten zwölf Monaten festgestellt, wie unterschiedlich vieles in Kiel und in meinem Wahlkreis wahrgenommen wird.“

Was in Kiel große Aufregerthemen sind wie der Untersuchungsausschuss zur Rockeraffäre oder die vermutete, inzwischen nicht bestätigte Abhörung der Kieler Nachrichten werde im Herzogtum kaum wahrgenommen, so Wagner-Bockey. Themen aus dem südlichen Schleswig-Holstein wiederum kommen nur selten in Kiel an. Dabei seien die Aufgaben in der Metropolregion vielschichtig, aber auch die Hansestadt Hamburg als Partner habe ihre eigene Sicht auf die meisten Herausforderungen. Wagner-Bockey sieht die Zukunft in der Länderübergreifenden Zusammenarbeit, wie sie im Ausbau des ÖPNV zwischen Landkreisen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachen geplant ist. Der erfolgreiche Abschluss lässt dabei noch auf sich warten.

Umso wichtiger findet Kathrin Wagner-Bockey, dass der Kreis durch wichtige Abgeordnete im Landtag vertreten ist. Der Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) kommt aus Mölln, der FDP-Fraktionsvorsitzender Christopher Vogt aus Nusse, Jan-Marcus Rossa (FDP) aus Dassendorf. Andrea Tschacher (CDU) wohnt in Aumühle, Burkhart Peters (Bündnis 90/ Die Grünen) in Hornbek. „Wir alle haben als Landtagsabgeordnete wichtige und umfangreiche Aufgaben in verschiedenen Ausschüssen des Landtags und der Fraktionen übernommen. Dabei kommen wir mit 40 Arbeitsstunden in der Woche nicht aus.“

Die 50-jährige Wagner-Bockey ist stellvertretende Vorsitzende des Innen- und Rechtsausschusses sowie stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss.

„Es gibt eine große Einigkeit im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Menschlichkeit und den Blick für das Machbare nicht aus den Augen zu verlieren. Ich bin froh, dass die Jamaika-Regierung die humane Flüchtlingspolitik der alten Landesregierungen aus SPD, Grünen und SSW in weiten Teilen fortsetzt. Allerdings tun sich jetzt mit den Überlegungen zum AnKER-Zentrum in Neumünster erste Risse in dieser Haltung auf“, erklärt Kathrin Wagner-Bockey besorgt.

Erfreulich sind die zusätzlichen Mittel, die die Landesregierung für die Sanierung der Frauenhäuser bereitstellt. „Aber es fehlen noch die Vergabe-Richtlinien, so dass in Schwarzenbek das Frauenhaus noch nicht saniert werden kann. Da muss das zuständige Ministerium dringend nacharbeiten.“

Die Landes- und Kommunalbeamten sollen das 2007 gestrichene Weihnachtsgeld wiedererhalten. Auch dieses ist für die Polizistin eine gute Entscheidung des Landes. Von mehr Personal bei der Polizei sollte nicht nur die Schutzpolizei, sondern auch die ermittelnde Kriminalpolizei profitieren, betont Wagner-Bockey.

In den kommenden vier Jahren der Legislaturperiode wird sie sich weiter für dringend nötige Beitragsfreiheit in den Kitas einsetzen. Dass bei den Schulen Entscheidungen der Küstenkoalition aus SPD, Grünen und SSW durch die Rückkehr zu G9 oder Abbau der gemeinsamen Lehrerausbildung zurückgedreht werden, sieht Wagner-Bockey kritisch. „Aber der Einfluss der Opposition auf diese Entscheidungen ist leider gering.“ Trotzdem wird die Geesthachterin sich für die Interessen ihres Wahlkreises und der darin lebenden und arbeitenden Menschen weiterhin engagiert einsetzen.

Wer persönlich mit der SPD-Landtagsabgeordneten sprechen möchte, kann sich mit Nicole Tomczak unter Telefon 04152 / 80 54 71 in Verbindung setzen zur Terminabsprache. Das Wahlkreisbüro befindet sich Markt 17 in Geesthacht. Aktuelles aus dem Landtag berichtet Kathrin Wagner-Bockey im Internet unter www.kathrin-wagner-bockey.de. Dort ist auch ein Newsletter zu abonnieren.

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