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Geesthacht (LOZ). Der neue Wirtschaftsbeirat fühlt sich derzeit von der Politik nicht wahrgenommen und kritisiert in diesem Zusammenhang einige Entscheidungen (wir berichteten).

Ratsherr Sven Minge, der damalig den Vorschlag des ersten Vorsitzenden der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht (WVG), Jürgen Wirobski zur Bildung eines neuen Beirates aufgenommen und in der Ratsversammlung per Antrag eingebracht hatte, sieht weiterhin einen hohen Stellenwert des neugebildeten Wirtschaftsbeirates.

„Die Stadt Geesthacht ist mit diesem Beirat positives Vorbild in ganz Schleswig-Holstein, tatsächlich muss allerdings noch eine geeignete Form der verbesserten Zusammenarbeit gefunden werden“, sagt Minge und hat Verständnis für den Unmut.

Der erst im Januar 2017 gebildete Wirtschaftsbeirat und die im Mai 2018 neugewählte Ratsversammlung müssen tatsächlich mehr ins Gespräch kommen. „Dabei spielen die jeweiligen Vorsitzenden der mittlerweile sieben Fraktionen eine wichtige Rolle“, meint Minge. Die Geesthachter Ratsfraktionen haben aktuell insgesamt 86 Mitglieder gemeldet, bestehend aus Mitgliedern der Ratsversammlung und bürgerliche Mitglieder in Fachausschüssen und Gremien.

„Begrüßenswert ist das gute Verhältnis des Wirtschaftsbeirates zur Stadtverwaltung und zum Bürgermeister. Die Stadtverwaltung ist vereinfacht für die Selbstverwaltung das ausführende Organ, d. h. Beschlüsse müssen entsprechend umgesetzt werden, soweit diese nicht gegen Recht oder Gesetz verstoßen“, erklärt Minge.

„Mit den demokratischen Mehrheitsbeschlüssen muss sich der Wirtschaftsbeirat wohl noch anfreunden, auch wenn dieses manchmal schwerfällt“, meint Minge. „Zuletzt muss - wie bei allen Fraktionen - der Wirtschaftsbeirat zahlreiche Unterlagen der Fachausschüsse und Ratsversammlung lesen, viel Überzeugungsarbeit und viele Gespräche führen. Nur so können Entscheidungen tatsächlich beeinflusst werden.“

Minge ist zuversichtlich, dass in den nächsten Monaten die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsbeirat und Politik deutlich fruchtbarer wird.

„Die Umsetzung und Unterstützung der Geesthachter Ortsumgehung wäre vielleicht ein erstes gemeinsames Projekt, wobei wir noch Überzeugungsarbeit bei Umweltverbänden und in den Umlandgemeinden leisten müssen“, meint Minge abschließend.

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