Print Friendly, PDF & Email

Mit einem Geesthacht-Geschenk-Gutschein sollen bis zu 500.000 Euro Umsatz in der Stadt bleiben

Lesezeit: 4 Minuten

Geesthacht (wre). Die Wirtschaftliche Vereinigung Geesthacht (WVG) hatte zu einer erweiterten und öffentlichen Vorstandssitzung eingeladen. Rund 25 Mitglieder nutzen die Möglichkeit sich über die Pläne der WVG zu informieren. Haupthemen des Abends waren der Geesthacht-Geschenk-Gutschein und der Unternehmerpreis. Beide sollen im August kommenden Jahres an den Start gehen.

Nach der Begrüßung und Vorstellungsrunde erklärte der erste Vorsitzende der WVG, Jürgen Wirobski, dass ein neues Einzelhandelsgutachten in Planung sei. Das bisherige stammt aus dem Jahr 2006. „Dabei müssen wir auch über den Tellerrand sehen und die ganze Region mit einbeziehen“, so Wirobski. So wäre es wünschenswert, wenn auch Lauenburg und Schwarzenbek bei der Studie mitmachen würden. Büchen hat bereits eine eigene Studie in Auftrag gegeben, die kurzfristig vorgestellt werden soll.

Eines der beiden Hauptthemen der Versammlung war der geplante Geschenkgutschein. „Wir hatten dazu schon vor Jahren die Idee und Gespräche mit dem Einzelhandel geführt“, so Jürgen Wirobski. Damals plante man eine Kundenkarte. Nun sollen Geschenk-Gutscheine auf den Markt gebracht werden. Ziel ist, dass möglichst viele Stellen den Gutschein entgegennehmen. Damit hat der Beschenkte die Möglichkeit sich das Geschäft auszusuchen, wo er den Gutschein einlösen möchte. Aber nicht nur der Einzelhandel soll dort mitmachen, auch die Einlösung im Freibad, der Apotheke oder im Kino sind denkbar. „Wir wollen zum Start 50 Akzeptanzstellen haben, also Stellen, die den Gutschein einlösen“, so Wirobski. Die Gutscheine sollen in unterschiedlichen Werten ausgegeben werden. „Dazu zählt auch ein 44 Euro Gutschein, das ist die Summe, die Unternehmer ihren Angestellten schenken können ohne das dafür zum Beispiel Sozialbeiträge oder Steuern anfallen“, so Wirobski. Für die Stellen fallen dann bis zu fünf Prozent Provision an, die abzugeben sind. Zusätzlich wird ein Einmalbetrag in Höhe von 50 Euro für Mitgliedsunternehmen oder 100 Euro für alle weiteren Betriebe fällig, die sich beteiligen. Dafür soll dann die entsprechende Werbung geschaltet werden. Der Gutschein soll im kommenden Jahr zur Messe im August starten. „Mit dem Gutschein könnten bis zu 500.000 Euro Umsatz in der Stadt bleiben“, hofft Wirobski.

Ebenfalls zum Schaufenster Geesthacht im August soll der neue Unternehmerpreis verliehen werden. Prämiert werden sollen Jungunternehmer als Gründer oder Nachfolger, die noch nicht länger als sieben Jahre dabei sind. Es müssen mindestens zwei Jahresabschlüsse vorliegen, mindestens zwei Mitarbeiter beschäftig werden und der Geschäftssitz muss sich in Geesthacht befinden. Eine neunköpfige Jury wird dann die drei Gewinner ermitteln. „Allein die Bewerbung für den Preis ist schon ein Gewinn“, so Wirobski. Denn die Teilnehmer schicken nicht nur einfach ihre Unterlagen an die WVG, sie müssen auch Rede und Antwort stehen. „Das wird jetzt nicht so wie bei der Höhle der Löwen, aber die Teilnehmer müssen schon vor der Jury überzeugen“, so Wirobski. Dafür gibt es dann auch gleich ein Feedback von der Fach-Jury. „Und allein das ist schon viel Wert“, so der WVG-Vorsitzende. Als Preise gibt es neben Urkunden für die Gewinner auch Bannerwerbung und Anzeigen sowie eine Filmpräsentation. „Als ersten Preis winkt dem Unternehmer die Teilnahme an einer TV Talkshow bei Hamburg1. Der Preis ist rund 5.000 Euro wert. Die Aufzeichnung kann dann auch später für die Eigenwerbung verwendet werden“, sagt Jürgen Wirobski.

Nicole Hoensch-Hampel konnte berichten, dass bisher über die Sammeldosen 528,64 Euro für Blumenzwiebeln und Saat eingesammelt wurden. „Das ist die Summe von 15 Dosen, zehn haben wir noch nicht eingesammelt“, so Hoensch-Hampel. Das Geld geht an Friedhelm Ringe, der Bereits 650 Kilogramm Blumenzwiebeln für die Stadt eingekauft hat.

Paul Apel berichtete, dass der Weihnachtsmarkt im vergangenem Jahr auf gute Resonanz stieß und nun in diesem Jahr einen Tag länger geht. Vom 6. bis 16. Dezember verwandelt sich die Bergedorfer Straße wieder in einen Weihnachtsmarkt mit 20 Buden und einer Bühne. Auch ein Kinderkarussell soll es wieder geben. Geplant ist auch, die weiße Häuserwand von Nessler als Projektionsfläche zu nutzen. „Wir werden aber auch in diesem Jahr nicht kostendeckend arbeiten können, es ist noch Werbung nötig, damit sich der Markt rumspricht“, so Apel. Das erste Adventswochenende habe man bewusst ausgelassen, um nicht dem Markt der St. Salvatoris Kirche und der Hilfe für Afrika in die Quere zu kommen.

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen