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Geesthacht (LOZ). Die Grünen trafen sich, um den Verlauf der geplanten Umgehungsstraße zu begutachten. Dazu stellt Burkhard Peters, Landtagsabgeordneter für Bündnis90/Die Grünen fest: „Für uns ist die Umgehungsstraße nach wie vor umweltschädlich, landschaftszerstörend und wird die Verkehrsprobleme in Geesthacht nur unzureichend lösen. Hier werden Steuergelder verschwendet, die an anderer Stelle wieder fehlen werden.“

Peters weiter: „Nach wie vor gilt für uns Grüne angesichts der maroden Infrastruktur im Lande „Erhalt vor Neubau“. Etliche Betonbrücken über Bundesstraßen und Autobahnen sind marode und erneuerungsbedürftig. Die Frostschäden in unzähligen Fahrbahnen werden nur notdürftig geflickt. Hier sind Steuergelder sinnvoller eingesetzt.“

Aus Sicht der Grünen in Geesthacht wird sich die durch den Bau der Ortsumgehung erhoffte Entlastung als bloße Verschiebung der Belastung bzw. als reine Symptombekämpfung erweisen. „Während vielleicht die Anwohner von Berliner- und Geesthachter Straße dank der Ortsumgehung ruhig schlafen können, müssen dann die Anwohner von Marksweg/Richtweg und Hansastraße wesentlich mehr Verkehr ertragen. Vom Regen in die viel schlimmere Traufe geraten die Grünhofer, weil direkt vor ihrem Ortseingang die Umgehungstrasse in die B5 münden wird. Das Gut Hasenthal würde der Umgehungsstraße regelrecht zum Opfer fallen, weil seine Ländereien durch sie voneinander getrennt würden. Ganz zu schweigen von den Hohenhornern, die eine Zubringerstraße durch ihr Dorf dulden müssten, bzw. den nach Norden von der Ortsumgehung abzweigenden Verkehr aufnehmen müssten.“

Die Geesthachter Grünen kämpfen schon lange für eine Schienenanbindung nach Hamburg. „Es ist eine Schienentrasse von Geesthacht über Nettelnburg bis in die City vorhanden. Wäre es nicht traumhaft in 35 Minuten in der Hamburger Innenstadt zu sein?“ Die Ortsumgehung würde eine Schienenanbindung jedoch verhindern, so die Grünen. Der Bau einer Brücke von dem jetzigen Ende der A25 den Elbhang hinauf ist so geplant, dass eine Erweiterung der Schienenverbindung nicht mehr möglich sein wird. „Hier wird weiter nur eine eingleisige Unterführung geplant“, bemängeln die Grünen.

Andere Maßnahmen der Ortsumgehung verlagern die Lärmbelastung nur an andere Orte in Geesthacht, Escheburg und Hohenhorn. „So ist ein Lärmschutz bei der Auffahrt zur Brücke in den Elbhang nicht vorgesehen, auch bei der Fortführung der Ortsumgehung östlich der B404 wird es zu den Wohngebieten im Norden von Geesthacht keinen Lärmschutz geben.“

Einwendungen gegen den Bau der Ortsumgehung können noch bis einschließlich 24.Oktober 2018 an das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein – Amt für Planfeststellung Verkehr – Mercatorstraße 9, 24106 Kiel oder im Rathaus der Stadt Geesthacht abgegeben werden.

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