Print Friendly, PDF & Email

Wagner-Bockey: „Die Kreisstraße K 63 als Geschenk an die Stadt Geesthacht ist kein großzügiges Angebot“

Lesezeit: 2 Minuten

Geesthacht (LOZ). Der Kreistag hat mit einer CDU/Grünen-Mehrheit beschlossen, mit der Stadt Geesthacht über eine Übernahme der K63 als Gemeindestraße zu verhandeln. Verhandlungspfund des Kreises soll ein Radwegeausbau am Elbufer sein.

„Mit Überraschung habe ich heute aus der Zeitung davon erfahren, dass der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert Brackmann offensichtlich der Meinung ist, dass das Geschenk der Kreisstraße 63 ein Angebot an die Stadt Geesthacht ist, das diese nicht ablehnen kann. Als Fraktionsvorsitzende der SPD-Geesthacht möchte ich feststellen, dass es mir im Sinne der Geesthachter Bürger reichen würde, vom Kreis fair behandelt zu werden“, sagt dazu Kathrin Wagner-Bockey und hält „großzügige Angebote“ oder Geschenke in diesem Zusammenhang gar nicht für nötig.

Hans-Werner Madaus, stellv. Bauausschussvorsitzender der SPD in Geesthacht merkt an: „Eine Prüfung zur Zwangsübereignung der K63 als Gemeindestraße an die Stadt Geesthacht klingt nicht wie ein großzügiges Angebot. Darüber wird im Ausschuss zu reden sein. Der Kreis ist zuständig für die Sanierung und den Erhalt der Straße inclusive Radweg. Dieser Aufgabe kommt er seit Jahrzehnten nicht nach. Sanierungsmaßnahmen wurden immer nur oberflächlich betrieben und der marode Unterboden nie vernünftig angefasst. Der frühere Mehrzweckstreifen zur Radnutzung zwischen Wohnmobilstellplatz in Geesthacht und Tesperhude-Strand wurde für unsere Bürger vom Kreis ersatzlos gestrichen. Geesthacht hat sich in der Vergangenheit an Planungskosten und Machbarkeitsstudien für den Radweg beteiligt, um einen Neubau des Radweges zum Laufen zu bringen. Der Kreis hat jahrelang entgegen seiner Verpflichtung nichts davon umgesetzt.“

„Im Jahr 2019 wird Geesthacht an den Kreis rund 16 Millionen Euro an Kreis- und Gewerbesteuerumlage zahlen.“, stellt Wagner-Bockey fest. „Angemessen und fair wäre es, wenn der Kreis als Baukostenträger seiner Verpflichtung nachkäme, die Durchgangsstraße K63 von Altengamme bis Grünhof in einen akzeptablen Zustand inclusive Radweg zu bringen, ohne Bedingungen an die Stadt Geesthacht zu formulieren und zu drohen. Die Straße hat eine Wichtigkeit, die weit über eine innergemeindliche Verbindung hinausgeht und der Radweg an der Elbe sollte auch aus Kreissicht in seinem touristischen Wert endlich gewürdigt und ausgebaut werden.“

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen