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Demirhan: „Die SPD weint Krokodilstränen“

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Geesthacht (LOZ). Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bedauert, dass nach wie vor keine Schritte zur Gründung eines Kinder- und Jugendbeirates eingeleitet worden sind. Aus Sicht der Grünen wurde auf der letzten Sitzung des Bildungsausschusses eine große Chance vertan. Denn die Anwesenheit von vielen Jugendlichen zeigt das Interesse an diesem Thema. Auch der Kreisjugendring wäre bereit gewesen, den Gründungsprozess aktiv zu unterstützen.

In einem interfraktionellen Antrag von CDU, Grünen, Die Linke und PRO Geesthacht war ein Weg aufgezeigt worden, in welcher zeitlichen Abfolge ein Jugendbeirat hätte initiiert werden können. SPD und FDP beharrten dagegen darauf, dass man damit erst anfangen könne, wenn die Stelle des Stadtjugendpflegers wiederbesetzt sei. Wann das sein wird, ist eine vollkommen offene Frage.

Renate Lefeldt, Mitglied des Bildungsausschusses: „Wir können überhaupt nicht nachvollziehen, dass die Gründung eines Jugendbeirates ausschließlich von der Stellenbesetzung eines Stadtjugendpflegers abhängig sein soll. Wenn jetzt mit dem Gründungsvorgang begonnen wird, kann ein später eingestellter Stadtjugendpfleger den Prozess fortsetzen und den Beirat weiter begleiten. Es ist doch nicht ungewöhnlich, dass ein neu eingestellter Stadtjugendpfleger auf einen bestehenden Kinder- und Jugendbeirat trifft."

„Jetzt ist es wichtig, Interesse und Engagement der Jugendlichen mitzunehmen und endlich ihrer berechtigten Forderung nach politischer und gesellschaftlicher Mitbestimmung zu entsprechen“, so die Vertreterin der Grünen im Ausschuss für Bildung und Sport weiter.

Aus Sicht der Grünen-Fraktion tragen damit für das vorläufige Scheitern eines Jugendbeirates allein die Fraktionen von SPD und FDP die Verantwortung. „Wenn Vertreter der SPD jetzt die Beschlusslage bedauern, sind das Krokodilstränen, die vergossen werden. Denn SPD und FDP haben ja erreicht, was sie eigentlich wollten: Es wird vorerst keinen Jugendbeirat geben“, so Fraktionsvorsitzende Ali Demirhan.

Die Grünen-Fraktion wird sich dagegen weiter intensiv in Gesprächen mit Jugendlichen und anderen Fraktionen um konstruktive Lösungen für den Weg zum ersten Jugendbeirat in Geesthacht bemühen.

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