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Geesthacht (LOZ). Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Stadt Geesthacht, Jan-Mathias Koller (SPD), äußert sich zum Haushalt. "Nach den Äußerungen anderer Politiker, die teilweise den Eindruck vermitteln, dass unser Haushalt nicht genehmigt wurde, möchte ich das Bild zurecht rücken", so Koller.

"Der Haushalt der Stadt wurde genehmigt, allerdings gebe es drei Kernaussagen des Innenministeriums: Kredite für investive Maßnahmen wurden in Höhe von 7 Millionen Euro genehmigt anstatt 11 Millionen Euro. Es wird eine Umsetzungsquote von mindestens 60 Prozent der investiven Planansätze gefordert. Die Stadt Geesthacht konnte zuletzt rund 50 Prozent realisieren. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Ausweitung freiwilliger Leistungen in Anbetracht der Haushaltslage zwingend zu vermeiden ist. "

"Und hier wird es nun schwierig", sagt Jan-Mathias Koller. "Politik zielt natürlich darauf ab, Missstände abzustellen und nach Möglichkeit die Situation unserer Bürger zu verbessern."

Ein Beispiel ist die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen. Dieses ist eine freiwillige Leistung. Natürlich sieht auch Koller die Notwendigkeit, den Schlüssel zu verbessern. Allerdings sollte man Maßnahmen immer auch im Kontext mit den beschränkten finanziellen Mitteln sehen.

Zur Kritik an einem Aufbau des Personals, meint Koller. "Es ist nicht fair, auf der einen Seite die Umsetzungsquoten zu bemängeln und auf der anderen Seite zusätzliches Personal kritisch zu sehen. Zur Verbesserung der Umsetzungsquoten ist zusätzliches Personal notwendig. Ebenfalls wurde für die Ganztagsbetreuung zusätzliches Personal in den Stellenplan 2019 aufgenommen."

Zudem mahnt Koller an, dass die Stadt die Mitarbeiterzahl eines mittelständischen Unternehmens erreicht habe. Und vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels benötigt man auch eine Stelle für Personalentwicklung. Qualifiziertes Personal muss seiner Meinung nach unbedingt bei der Stadt Geesthacht gebunden und entwickelt werden. "Sonst sind sie weg", so Koller.

"Bisher hatte es Tradition im Finanzausschuss sachlich zu diskutieren. Wem nützt kleinliches persönliches Gestreite?" Er gibt gleich die Antwort: "Niemand. Es war doch immer so, dass in den Ausschüssen sachlich zusammengearbeitet wurde und der politische Schlagabtausch in der Ratsversammlung geführt wurde." Koller hofft, dass es so bleibt und freut sich auf die Finanzausschusssitzung am 20. Mai, in der das Schreiben des Innenministeriums und ein Nachtragshaushalt thematisiert werden.

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