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Geesthacht (LOZ). Das traditionelle Frühlingsgespräch des SPD-Kreisverbandes und der SPD-Kreistagsfraktion stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Europawahl – gemeinsam mit der SPD Geesthacht hatten sie zu einem Austausch mit Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg, eingeladen.

Nach einem musikalischen Einklang begrüßte Dr. Nina Scheer, SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete, die über 150 Besucherinnen und Besucher, unter ihnen auch den SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Enrico Kreft, Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze und die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wagner-Bockey.

„Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht, auch künftig in einem Europa der Vielfalt und Solidarität zu leben, in dem das Miteinander die Richtung angibt und nicht blinder und nationalistischer Populismus. Daher freue ich mich besonders, einen so klaren Verfechter der europäischen Idee und einen überzeugten Sozialdemokratien wie Jean Asselborn als Gast gewonnen zu haben“, so Nina Scheer.

In diese Richtung ging auch der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende, Jens Meyer, der in seinem Grußwort die Gefahren von Abgrenzung und Faschismus unterstrich und dies den Gästen eindrucksvoll mit einer Ausgabe der SPD-Parteizeitung Vorwärts aus dem Jahr 1932 näherbrachte. Nach Helmut Schmidt und Andrea Nahles nun Jean Asselborn in der Buntenkampshalle zu begrüßen, war auch für die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Petra Burmeister eine ganz besondere Ehre.

Als dienstältester Außenminister in der Europäischen Union hatte Jean Asselborn viel zu berichten und verstand es, mit klaren Worten einen Bogen von der Idee der Montanunion, einer Vereinigung der deutschen und französischen Schwerindustrie im Jahr 1950 und damit dem Grundstein für die EU, über die Osterweiterung bis hin zu aktuellen Herausforderungen zu schlagen. Hierzu zählte er neben dem Brexit etwa das Erstarken restkonservativer Politik, wie sie auch von Victor Orbán betrieben wird. Jean Asselborn machte deutlich, dass nur eine gemeinsame europäische Stimme international Beachtung finden kann – allein aufgrund des sinkenden europäischen Anteils an der Weltbevölkerung. Die Stabilität des Euros sei ein gutes Beispiel dafür, wie stark die Mitgliedsstaaten gemeinsam sind.

Auch auf die Fragen aus dem Publikum ging Jean Asselborn gerne ein. Am Ende der Veranstaltung blieb der Eindruck, dass sowohl er als auch die Besucherinnen und Besucher gerne noch viel länger als nur diesen einen Abend geblieben wären.

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