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Geesthacht (LOZ). Manch einer wird sich bereits über die aufgerissenen Erdstreifen im Stadtgebiet gewundert haben: Auf der Grünfläche gegenüber des Elbkantinchens, am Schleusenkanal, an der Geesthachter Straße und jetzt auch hinter dem Rathaus markieren etwa ein Meter breite Flächen die Bereiche, in denen es im kommenden Frühjahr bunt wird.

Denn der Naturschutzbund (Nabu) und Stadtmitarbeiter bringen in diesen Tagen gemeinsam mit Freiwilligen weitere 100.000 Blumenzwiebeln in die Erde. Die jetzigen Pflanzungen sind Schlusspunkt der 2016 begonnenen Aktion „Geesthacht blüht auf“, die die Elbestadt in den vergangenen Jahren um 500.000 Blüher reicher gemacht hat.

„Krokusse sind Freiblüher, das heißt, sie wachsen überall, wo nicht so viele Bäume stehen“, erklärt Friedhelm Ringe vom Geesthachter Nabu. Der studierte Biologe organisiert die Pflanzaktion seit deren Beginn anlässlich des 800-jährigen Stadtgeburtstages.  Zur vierten Auflage hat Ringe, nachdem zur Premiere viele Schüler und Kindergartenkinder mitgeholfen hatten, nun gezielt Unternehmen als Gärtnerhilfen geworben. „Zehn Unternehmen machen mit, somit sind 60 bis 70 Leute dieses Mal beteiligt“, resümiert Ringe.

Mit dabei – wie jedes Jahr – sind auch Vertreter der Stadt. Bürgervorsteher Samuel Walter Bauer, Bürgermeister Olaf Schulze, Erster Stadtrat Dr. Georg Miebach, Peter Junge (Fachbereichsleiter Planung, Bau und Umwelt) und Franko Stein (Fachdienst Umwelt) brachten gemeinsam etwa 3.000 Krokuszwiebeln, die blau, gelb und weiß blühen werden, am Parkplatz hinter dem Rathaus in die Erde. Weitere 25.000 Zwiebeln haben bereits Mitarbeiter des Geesthachter Betriebshofes im Stadtgebiet gesetzt.

„Neu ist in diesem Jahr, dass wir auch viele Zwiebeln in Siedlungsgebieten gesetzt haben“, erklärt Franko Stein. So hätten gemeinsam mit ehrenamtlichen Pflanzhelfern beispielsweise 10.000 Zwiebeln unter der Weide am Strandweg in Grünhof-Tesperhude ihren Weg in die Erde gefunden. 8.000 Zwiebeln hätten die Freiwilligen am Höchelsberg gegenüber des Gasthauses Alte Försterei, 10.000 an der Ecke Zöllners Weg/Sophie-Scholl Ring gepflanzt. „Das Schöne ist, dass sich die jetzt gesetzten Krokusse wieder selbst vermehren werden“, erklärt Stein.

Die Standorte für die künftige Blütenpracht hat der Nabu gemeinsam mit der Stadtverwaltung ausgewählt und auf ihre Eignung überprüft. Finanziert wird „Geesthacht blüht auf“ durch die Stadt und über Spenden.

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