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Geesthacht (LOZ). Gelb, rot, orange – die Farbenpracht der Blätter kennt im Herbst keine Grenzen. Doch leider beschert das herunterfallende Laub nicht nur schöne Anblicke, sondern auch viel Arbeit und unter Umständen gefährliche Situationen. Denn das bunte Laub kann bei Nässe reichlich rutschig werden, zudem kündigen Meteorologen die ersten Nachtfröste an. Die Stadtverwaltung Geesthacht weist darum noch einmal auf die Reinigungspflichten von Grundstückseigentümern hin.

Laut Straßenreinigungssatzung der Stadt sind die Anlieger öffentlicher Gehwege für das Entfernen des Laubes zuständig. Im Detail: Die Reinigungspflicht ist in der Frontlänge der anliegenden Grundstücke den Eigentümern auferlegt und umfasst nicht nur Gehwege, sondern auch kombinierte Geh- und Radwege inklusive möglicher Treppen. Ist kein Gehweg vorhanden – so wie zum Beispiel in einer Spielstraße – so ist auf jeder Seite am Fahrbahnrand ein Streifen von mindestens einem Meter Breite freizuhalten.

Außerhalb der Frostperiode muss mindestens alle zwei Wochen einmal gekehrt werden. Wenn es für die Sicherheit nötig ist, muss das Laub auch häufiger entfernt werden.

Bei Glatteis müssen die Gehwege mit Sand, Asche, Sägemehl oder anderen abstumpfenden Stoffen abgestreut werden – und zwar so oft, wie es die Witterung erfordert. Tausalze und tausalzhaltige Mittel sind grundsätzlich nicht erlaubt. Einzige Ausnahmen: Es besteht eine akute Gefahr für die öffentliche Sicherheit, etwa durch Blitzeis.

Nach 20 Uhr entstehendes Glatteis – auch durch festgetretenen Schnee - ist werktags bis 8 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen. Entsteht die Glätte werktags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr oder an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr müssen Grundstückseigentümer unverzüglich und so oft wie erforderlich tätig werden. Für Schneeschippen gelten grundsätzlich die gleichen Zeitfenster.

Schnee und Eis sind möglichst auf dem anliegenden Grundstück abzulagern. Wenn das nicht geht, wären das an die Fahrbahn angrenzende Drittel des Gehwegs, ein Seitenstreifen oder der Fahrbahnrand Alternativen. Straßen- und Fußgängerverkehr dürfen dadurch aber nicht gefährdet werden.

Kann ein Grundstückseigentümer seine Reinigungspflicht persönlich nicht erfüllen, muss er eine andere Person mit der Aufgabe betrauen. Trotz dieser Übertragung bleibt aber der Grundstückseigentümer gegenüber der Stadt verantwortlich. Wer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, muss mit der Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens rechnen. Die Straßenreinigungssatzung Geesthachts sieht in diesem Fall Bußgelder in Höhe von bis zu 511 Euro vor. Darüber hinaus können auf Grundstückseigentümer, die ihrer Reinigungspflicht nicht ausreichend nachgekommen, Haftungsfragen zukommen – beispielsweise, wenn ein Fußgänger auf eisglattem Fußweg stürzt oder anders zu Schaden kommt.

Weitere Informationen zur Straßenreinigung gibt es im Internet unter www.geesthacht.de unter dem Punkt „Rathaus“. Dort ist unter der Rubrik „Dienstleistungen von A-Z“ auch die Straßenreinigung zu finden.

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