Landtagspräsident Schlie übernimmt Schirmherrschaft für das „HochWasserHaus“

 

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Geesthacht (sun). Mit Hochwasser kennen sich die Anrainer an der Elbe aus. „In Geesthacht haben wir eine besondere Lage, denn bis zur Schleuse haben wird es mit dem Küstenschutz und dem tideabhängigen Hochwasser von der Nordsee zu tun“, erklärt Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze. „Ab der Schleuse haben wir Binnenhochwasser, das gerade in jüngster Zeit durch Starkregen in Mitteldeutschland wieder aufgetreten ist.“

Aufgrund dieser besonderen Lage Geesthachts an der Elbe ist der Standort für das „HochWasserHaus“ ideal, um Informationen über den Klimawandel und das Entstehen von Hochwasser zusammenzutragen, auszustellen und erlebbar zu machen.

„Außerdem haben wir mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht HZG eine in Schleswig-Holstein und bundesweit führende Forschungseirichtung, die sich mit diesen Themen wissenschaftlich beschäftigt.“

Initiator Wolf-Rüdiger Busch stieß mit dem Vorhaben des HochWasserHauses als Informationszentrum schon in der Konzeptphase auf großes Interesse bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Klaus Schlie betonte: „Als Präsident der Stiftung, die sich nicht nur mit Kultur, sondern auch mit Natur beschäftigt, war ich bei der Vorstellung von der Konzeptidee gleich begeistert. Dieser Eindruck wurde inzwischen auch professionell durch eine gutachterliche Stellungnahme bestätigt.“ Darum unterstütze er als Präsident der Stiftung das Projekt, ist außerdem bereit, die Schirmherrschaft als Landtagspräsident zu übernehmen.

„Das HochWasserHaus kann landesweit als Leuchtturmprojekt Strahlkraft entwickeln“, betont Schirmherr Schlie. „Gerade an diesem Standort im Süden Schleswig-Holsteins und im Ländereck mit Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern kann es für die gesamte Region ein Vorzeigeprojekt werden, das auch touristisch von Bedeutung sein wird.“

Bürgermeister Olaf Schulze, Initiator Busch und Schirmherr Schlie sind sich einig, dass das Thema Klimawandel und die damit verbundenen Veränderungen in den Siedlungsstrukturen an Flüssen und Küsten durch Hochwasser, aber auch Dürre, Bürger und Wirtschaft beschäftigen werden.

„Die aktuellen Regenereignisse veranschaulichen sehr konkret, dass Hochwasser, Überschwemmungen, Stürme und Hagel, aber auch Hitze und Dürre bereits heute nachweislich häufiger auftreten, wie unter anderem der wissenschaftliche Dienst des Bundestages dokumentiert hat und sie werden in naher Zukunft weiter gefährlich zunehmen“, erklärt Wolf-Rüdiger Busch, aus dessen Sicht das geplante „HochWasserHaus“ die Chance bieten kann, den Menschen vor Ort umfassende Antworten zu geben, wie sie in ihrem Einflussbereich auf den Klimawandel reagieren können. Die Kreativität von Politik, Wirtschaft, Forschung und Bewohnern soll das Zentrum fördern, um die Herausforderungen im Umgang mit den Formen des Klimawandels zu bestehen und gleichzeitig nachhaltiges Denken und Handeln zu fördern und fordern.

Mit einer Machbarkeitsstudie für 40.000 Euro, die die AktivRegion Sachsenwald-Elbe mit 24.000 Euro fördert, und einem Workshop sind die ersten Schritte gemacht in dem Projekt, für das Wolf-Rüdiger Busch eine Laufzeit von fünf Jahren einplant.

In dem jetzt absolvierten Workshop mit zwölf Teilnehmern, dem im September ein zweiter folgen soll, sitzen Vertreter des Umwelt-Ministeriums, von Naturschutzorganisationen und der Stadt Geesthacht mit am Tisch. Alleine wird die Stadt das Vorhaben finanziell nicht stemmen können. Bürgermeister Schulze setzt dabei auf die Unterstützung aus der EU, von Bund und Land. Auch Landtagspräsident und Schirmherr Schlie ist optimistisch, dass sich das Land an dem realen und voraussichtlich auch virtuellen Informations- und Erlebniszentrum in Geesthacht mit dem Arbeitstitel „HochWasserHaus“ beteiligen wird.

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