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Geesthacht (LOZ). Die Stadt Geesthacht bekommt intelligente Straßenleuchten: Noch im Frühjahr 2020 soll mit der Wilhelm-Holert-Straße ein Radweg als erste Teststrecke mit smarter LED-Technik ausgestattet werden. So haben es die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Energie in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

Von der intelligenten Beleuchtung verspricht man sich gleich zwei positive Auswirkungen: eine Kostenersparnis und mehr Sicherheit. Denn durch die neue Technik sollen die Leuchten ihre Lichtintensität an die Frequentierung der Straße beziehungsweise des Weges anpassen, an denen sie stehen. Ein in der Beleuchtung verbauter Sensor reagiert auf Bewegung. Nähern sich beispielsweise Fußgänger oder Radfahrer, wird das Licht intensiver. Auch auf veränderte Sichtbedingungen beispielsweise durch Gewitter oder die fortgeschrittene Tageszeit regiert die smarte Beleuchtung – durch GPS- und Empfänger-Sensorik unter den Leuchtköpfen.

Ausgerüstet wird mit der regelbaren LED-Beleuchtung für den Testbetrieb die Wilhelm-Holert-Straße, die Zubringer für das Quartier Finkenweg-Ost und das neue Quartier Finkenweg-Nord ist. Deren warm-weißes Licht kann durch Sensoren an den Leuchtköpfen, die auf Infrarotstrahlung reagieren, aktiviert und so benutzungsabhängig geregelt werden. Insgesamt wird an 76 Lichtpunkten die vorhandene NAV Lampentechnik (Natriumdampf-Hochdrucklampen) mit 100 Watt (Straße) und 75 Watt (Geh-und Radweg) gegen die moderne LED-Lampentechnik ausgetauscht, die bis 23 Watt regelbar ist. 38 Lampen am Geh-und Radweg sollen per Sensorik benutzungsabhängig geregelt werden können. Die Beleuchtung soll dann in der Dämmerungsphase mit 20 bis 30 Prozent angefahren und nur im Bedarfsfall erhöht werden.

Im Geesthachter Stadtgebiet laufen mehr als 65 Prozent der Straßenbeleuchtung inzwischen über LED-Technik. Die Umstellung auf die energiesparenden Leuchten begann 2014. Auch heute werden die Straßenlaternen bereits entsprechend der äußeren Umstände gesteuert: So beginnt die Absenkungsphase laut zuständigem Rathausmitarbeiter in den späten Nachmittags- bis frühen Abendstunden je nach Lichtverhältnissen von 100 Prozent auf 60 Prozent. Für die Nachtphase sieht das Beleuchtungskonzept eine Absenkung auf 40 Prozent der Leuchtintensität vor.

Grundsätzlich gilt das warm-weiße Licht der LED-Beleuchtung in vielerlei Hinsicht als vorteilhaft: Anwohner könnten von verringerten Lichtemissionen profitieren. Zudem gilt es im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln als geeignetste Technik in Sachen Insektenschutz. Kosten wird die Pilotphase voraussichtlich etwa 25.000 Euro

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