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Grüne fordern schnelles Handeln der Verantwortlichen

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Geesthacht (LOZ). Die größte Fischaufstiegsanlage Europas am Geesthachter Wehr wurde als ökologische Ausgleichsmaßnahme im Zusammenhang mit dem Vattenfall-Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg gebaut und 2010 eingeweiht. Nachdem Anfang August letzten Jahres Schäden am Stauwehr festgestellt worden waren, wurden als Schutzmaßnahmen sowohl die gesamte alte Fischtreppe, als auch die Lockströmungen der neuen Fischtreppe mit Füllmaterial zugeschüttet.

Somit ist es für zu ihren Laichplätzen elbaufwärts schwimmende Wanderfische so gut wie unmöglich, den Weg zur neuen Fischtreppe zu finden. Damit stehen auch zahlreiche Projekte mit zugesagten Fördergeldern in Millionenhöhe, wie z.B. zur Wiederansiedlung des Störs, vor dem Aus.

„Dank der Fischaufstiegsanlage konnten sich viele Fischpopulationen in den letzten Jahren erholen, und weitere Projekte stehen kurz vor der Umsetzung. Durch die aktuelle Unpassierbarkeit könnten jetzt alle Erfolge wieder zunichtegemacht werden“, befürchtet Ali Demirhan, Vorsitzender der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Geesthacht.

„Nach unseren Informationen sind seitens der verantwortlichen Stellen noch keine konkreten Maßnahmen zu einer schnellen Wiederherstellung der Durchgängigkeit geplant“, erklärt Dr. Laura Schwabe, stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss. „Dabei sollten Lösungen mit wenig Aufwand zu realisieren sein“.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchte in der Sitzung der Geesthachter Ratsversammlung am 14. Februar eine klare Positionierung der Stadt in dieser Angelegenheit erwirken. Mit einem dringlichen Schreiben an die verantwortlichen Stellen (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sowie Vattenfall) soll eine schnelle Lösung für die Fischtreppe eingefordert werden. Darüber hinaus sollen die genannten Organisationen zeitnah in Geesthacht über die geplanten Maßnahmen berichten.

Laut Vertreter der Umweltverbände müsste spätestens zum September 2020 der Fischaufstieg neu hergestellt und auffindbar sein. Nur so kann vermieden werden, dass Laich- und Lebenszyklen einzelner Fischarten wie Lachse und Meerforellen unterbrochen werden und die Fischpopulation in der Elbe zusammenbricht.

„Geesthacht trägt keine Verantwortung für die Maßnahmen am Wehr. Dennoch sollte die Stadt sich mit aller Eindringlichkeit dafür einsetzen, dass diese für das Ökosystem der Elbe so wichtige Anlage schnellstmöglich wieder einsatzbereit ist“, so Schwabe abschließend.

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