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Liebe Geesthachterinnen und Geesthachter,

unser Alltag verändert sich so sehr, wie wir es noch nie erlebt haben. Täglich, wenn nicht sogar stündlich werden neue Entscheidungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus notwendig. Entscheidungen, die das öffentliche Leben einschränken, unser aller Leben einschränken – auch hier in Geesthacht. Denn eines ist uns allen klar: Gelingen kann uns die so wichtige Verlangsamung der Infektionsketten nur, wenn wir alle unseren Beitrag leisten. Ich appelliere darum an alle: seien wir vernünftig, halten wir uns an die Vorgaben.

Die Stadt Geesthacht hat darum das Rathaus und sämtliche städtischen Einrichtungen für Besucher geschlossen - so wie es für ganz Schleswig-Holstein angeordnet wurde. Unsere Kinder gehen zurzeit nicht in die Schule und in die Kindertagesstätten. Die Türen des Geesthacht-Museums, der Stadtbücherei und von Geesthachts Mehrgenerationenhäusern bleiben zu. Die Geesthachter Volkshochschule hat ihren Kurs- und Veranstaltungsbetrieb eingestellt, das Kleine Theater Schillerstraße alle Kino- und Theatervorstellungen abgesagt. Auch kleinere Veranstaltungen werden inzwischen verschoben. Spielplätze, Fitnessstudios und andere Sportstätten dürfen nicht betreten werden. Viele Geschäfte bleiben geschlossen. Das alles geschieht zum Schutz von uns Allen. Denn SARSCov-2 verbreitet sich länderübergreifend rasant. Und auch wer selber nicht zur gefährdeten Risikogruppe zählt, kann zur Gefahr werden – indem er ungewollt das Coronavirus an Ältere, Vorerkrankte oder Immungeschwächte überträgt. Für sie kann eine Infektion mit dem Virus lebensbedrohlich werden.

Darum lassen Sie uns solidarisch sein, auch wenn uns dieses Herunterfahren des sozialen und gesellschaftlichen Lebens vor große Herausforderungen stellt. Für uns alle verändert sich der Alltag rasant. Schon lange geben wir einander nicht mehr die Hand zum Gruß, zum Gegenüber sollen wir 1,5 Meter Abstand halten - alles, um das Infektionsrisiko mit Covid-19 zu senken.

Wer kann, wechselt ins Homeoffice, um es dem Virus möglichst schwer zu machen sich zu verbreiten. Auch Stadtmitarbeiterinnen und -Mitarbeiter arbeiten inzwischen von zuhause aus, das Rathaus hat einen Schichtbetrieb gestartet - zum Schutz der Beschäftigten und aller Bürgerinnen und Bürger. Denn durch diesen Schichtbetrieb wollen wir das Infektionsrisiko minimieren und so die Handlungsfähigkeit der Stadt für alle Geesthachterinnen und Geesthachter dauerhaft sicherstellen. Auch viele Unternehmen versuchen, ihr Personal zu separieren, um mögliche Infektionsketten zu unterbinden.

All das geschieht unserer Gesundheit wegen. Aber diese Maßnahmen belasten auch, machen manchem Angst. Viele Unternehmen spüren die Pandemie bereits finanziell, müssen ihre Geschäfte schließen oder Kurzarbeit beantragen. Hinzu kommen die sozialen Einschnitte. Manch einem fehlt sicherlich die Mittagspause mit den Kollegen, die Klönrunde mit Freunden und der Spielplatzbesuch mit den Kindern. Familien müssen auf Feiern verzichten. Feste, auf die sich lange gefreut wurde, werden abgesagt. Aber: Gemeinsam werden wir diese Situation meistern. Und so schwierig sie ist, sie bietet auch Chancen: Nachbarn bieten einander bereits Hilfe an, kaufen zum Beispiel für Ältere oder Erkrankte ein. Kernfamilien verbringen mehr Zeit miteinander, als es unsere gewohnten Strukturen zulassen. Verwandte und Freunde, die sich längere Zeit nicht gesprochen haben, erkundigen sich per Telefon nacheinander.

Damit wir uns auch bald wieder direkt in die Augen schauen und ungezwungen miteinander sprechen können, lassen Sie uns jetzt vernünftig sein. Meiden wir weiterhin Menschenansammlungen, Gruppen und private Kontakte, halten wir den von den Experten geratenen Abstand zum Gegenüber ein. Im Rathaus sagen wir: „Lächeln ist das neue Händeschütteln". Und in diesem Satz schwingen beide Botschaften mit, die uns wichtig sind: Seien wir vorsichtig, aber verfallen wir nicht in Panik. Passen Sie aufeinander auf und bleiben Sie gesund!

Ihr Olaf Schulze
(Bürgermeister Geesthachts)

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