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Geesthacht (LOZ). Am Donnerstag, 16. Juli, wird die gemeine Rosskastanie im Bandrieterweg stark zurückgeschnitten. Zwischen 10 und 11 Uhr werden die Arbeiten ausgeführt.

Grund für den Rückschnitt ist eine starke Faulstelle sowie der Befall mit der Kastanienkrankheit Pseudomonas. Dieser Krankheit sind sowohl im Stadtgebiet als auch deutschlandweit viele Rosskastanien zum Opfer gefallen. In der Kastanienreihe Sportplatz Berliner Straße gibt es bereits einen Neu-Befall.

Die genannte Rosskastanie im Bandrieterweg (Aesculus hippocastanum) soll im Jahre 1840 gepflanzt worden sein, hat einen Stammumfang von 434 cm (bedingt durch die Mehrstämmigkeit) und ist vielen Geesthachterinnen und Geesthachtern auch als Kletterbaum ihrer Jugend bekannt.

Die Kastanie hat seit vielen Jahren eine große Fäule im Stamm, die aber bislang die Standsicherheit nicht beeinträchtigt hat. Eine mehrfache Kronensicherung sorgte in der Vergangenheit für Sicherheit.

Seit 2002 wurden alle 2 bis 3 Jahre Gutachten über die Bruch- und Standsicherheit der Kastanie erstellt.

Totholz wurde seit 2002 immer wieder entfernt. Seit 2017 sterben Teile der Krone ab und es kam zu Einkürzungen von Teilen der Krone. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde vermutet, dass die Kastanie die Krankheit Pseudomonas in sich trägt.

2019 und 2020 mussten weitere Kürzungen in der Krone erfolgen. Laut Gutachten hat die Kastanie alle Symptome, die auf die Pseudomonas Krankheit hinweisen.

Am Donnerstag dieser Woche, wird eine zertifizierte Geesthachter Baumpflegefirma einen starken Rückschnitt der Krone vornehmen. Dieser Schnitt wird wie ein Kronenregenerationsschnitt angelegt sein.

Er soll die Standsicherheit und Bruchsicherheit und ebenso die Vitalität verbessern.

Letztlich wird durch diese Maßnahme gehofft, die Kastanie noch zwei weitere Jahre zu erhalten. Hier handelt es sich um einen außergewöhnlichen Baum, der diesen Aufwand rechtfertigt. Der Ausschuss für Umwelt und Energie wurde in den letzten Jahren über den Zustand der Kastanie informiert. Ebenso der NABU.

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