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Geesthacht (LOZ). In Privatgärten, aber auch auf Grundstücken der öffentlichen Hand, nimmt der Trend zu, nicht bebaute Flächen mit Vlies, Kies, Steinen und Schotter abzudecken.

Stein-, Schotter- und Kiesflächen stellen einen Lebensraumverlust für Insekten dar, die wiederum eine Nahrungsbasis für Amphibien, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger sind. An heißen Sommertagen heizen sich diese Flächen oft unangenehm auf und beeinträchtigen das Mikroklima erheblich. Aufgrund der dramatisch schwindenden Artenvielfalt und dem fortschreitenden Klimawandel mit langanhaltenden Hitzeperioden ist ein frühzeitiges Entgegenwirken dieses Trends notwendig.

Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur nächsten Ratsversammlung am Freitag, 13. November, eine Antragsinitiative eingebracht, die aus drei Punkten besteht:

  • Der Landtag und die Landesregierung werden aufgefordert, eine eindeutige rechtliche Regelung zu schaffen, nach der das Anlegen von Schottergärten zukünftig unzulässig ist.
  • Die Stadt Geesthacht soll im nächsten Jahr eine öffentliche Aufklärungskampagne zum Thema Schottergärten durchführen. Das Ziel soll dabei eine Sensibilisierung der Bevölkerung für die negativen Auswirkungen von Schottergärten sein.
  • In allen neuen und zu überarbeiteten B-Plänen der Stadt Geesthacht soll im Rahmen rechtlicher Möglichkeiten ein Verbot von Schottergärten verankert werden.

Dieser Antrag knüpft an die Antworten der Verwaltung auf eine Große Anfrage der Grünen-Fraktion vom September an.

Dazu Ratsmitglied Jens Kalke und Sonja Higgelke, Vertreterin der Grünen im Umweltausschuss: „Wir hoffen mit unserer Initiative eine gute Mischung aus Aufklärung und rechtlichen Bestimmungen gefunden zu haben, um die Akzeptanz für dieses Thema in der Bevölkerung zu erhöhen. Wir möchten damit einen kommunalen Beitrag leisten, den Trend zu Schottergärten ein Stück weit zu stoppen und hoffen auf die Unterstützung durch die anderen Fraktionen.“