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Geesthacht (LOZ). Die FDP Fraktion hat sich im Ausschuss für Stadtplanung und Verkehr für die Ansiedlung des geplanten Radiologischen Institutes im Geesthachter Gewerbegebiet Nord ausgesprochen. „Der B-Plan ist rechtskräftig und das Bauvorhaben zulässig. Das hatte die Verwaltung nach Rücksprache mit dem Innenministerium des Landes abgeklärt. Damit war eine Abstimmung im Ausschuss nicht mehr notwendig“, so der Fraktionsvorsitzende Rüdiger Tonn.

„Trotzdem hatte der Ausschussvorsitzende Gerhard Boll von den Grünen trotz Corona zur Sitzung geladen“, so Tonn weiter. Die Ansiedlung im neuen Gewerbegebiet Mercatorstraße/ Leibnitzstraße sieht die FDP als Vorteil an, da das zu erwartende Verkehrsaufkommen außerhalb der Innenstadt bleibt.

Die Argumente, die von Grünen, Linken und der BfG gegen eine Ansiedlung angeführt wurden sind aus Sicht der FDP nicht stichhaltig oder nachvollziehbar. „Für Geesthacht und das Umland bedeutet die Ansiedlung eine Verbesserung in der Versorgung. Wer schon einmal einen Termin für ein MRT oder ähnliches benötigte und dafür lange warten und dann teilweise bis nach Hamburg-Harburg fahren musste, wird zukünftig kürzere Wartzeiten und Wege haben.

Das Argument der Grünen im Bezug auf die Bevorzugung von Privatpatienten ist an den Haaren herbeigezogen. Schon jetzt gibt es Deutschlandweit privat betriebene Radiologische Institute mit angestellten Ärzten, deren Leistung durch Vereinbarungen mit den Krankenkassen direkt abgerechnet werden. Für Geesthacht als größte Stadt des Kreises ist eine solche Einrichtung ein Gewinn. Die vom Ausschussvorsitzenden Gerhard Boll eingeschaltete Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung SH Frau Schliffke, hat sich vehement gegen die Ansiedlung des Institutes in Geesthacht ausgesprochen. Über die Gründe kann man wohl nur spekulieren.“

„Auch die Einschätzung vom Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses, können wir nicht nachvollziehen“, so Rüdiger Tonn. Um diese Radiologie wirtschaftlich zu betreiben zu können hatte Herr Schwab im Ausschuss gesagt: „man braucht 20.000 Untersuchungen im Jahr und wir haben 30.000 Einwohner.“

Dabei hat er wohl das Umland nicht mitgerechnet, dabei leben im Südkreis einschließlich Geesthacht, Schwarzenbek, Lauenburg, Wentorf und den Ämtern über 100.000 Menschen. Auch den Einwand des Wirtschaftsbeirates, „eine Radiologie in der Innenstadt könne eine Verbesserung der Kundenfrequenz bedeuten“, lässt die FDP nicht gelten.

„Wer in der Röhre war, wird hinterher kaum shoppen gehen“, so der Fraktionsvorsitzende der FDP.

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