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Geesthacht (LOZ). Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist in den letzten Tagen zunehmend von Betroffenen auf die Impfstrategie im Land Schleswig-Holstein angesprochen worden. Viele Menschen sind verunsichert, verstehen die Zuständigkeitsregeln nicht und sind frustriert über das zeitraubende und häufig erfolglose Anmeldeverfahren.

Jens Kalke, Ratsmitglied: „Es muss den Verantwortlichen doch eigentlich klar gewesen sein, dass das Chaos beim Anmeldeverfahren ausbricht, wenn die Zielgruppe der über 80-Jährigen größer ist als die zur Verfügung stehenden Impfdosen und personellen Kapazitäten. Die Aufforderung, sich selber für einen Impftermin anzumelden, war ein falscher Weg.“

Die Grünen-Fraktion fordert deshalb einen grundlegenden Wechsel in der Impfstrategie des Landes. Die jeweiligen Zielgruppen sollen geordnet angeschrieben und nicht mehr zur Selbst-Anmeldung aufgefordert werden. In anderen Bundesländern wird ein solches Verfahren schon jetzt praktiziert. Da sich das Impfen der verschiedenen Risiko- und Altersgruppen noch über Monate hinziehen wird, sollte ein solcher Kurswechsel bald erfolgen.

Ferner wünscht sich die Grünen-Fraktion, dass die Eröffnung des Impfzentrums in Geesthacht als größte Stadt im Kreis mit Hochdruck vorangetrieben wird, weil für viele ältere Personen das Impfzentrum in Mölln nur schwierig oder gar nicht erreichbar ist.

„Für die weitere Akzeptanz der Corona-Politik ist eine durchdachte Impfstrategie sehr wichtig. Des Weiteren wünscht sich die Grünen-Fraktion, dass die Geesthachter Stadtverwaltung hier eine aktivere Rolle bei der Information über das Impfverfahren einnimmt, auch wenn keine unmittelbare Zuständigkeit gegeben ist“, so abschließend der Fraktionsvorsitzende Ali Demirhan.

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