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Geesthacht (LOZ). Die SPD unterstützt eine Satzung für den Vorrang der öffentlichen Nah- und Fernwärmeversorgung in Geesthacht. Durch diese Satzung werden die Stadtwerke verpflichtet, in städtischen Wärmevorranggebieten eine CO2-neutrale bzw. klimaschonende Wärmeversorgung anzubieten. Gleichzeitig besteht für Wohnungseigentümer eine Anschlusspflicht. Das aktuelle Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Holstein verpflichtet die Städte und Gemeinden, zukünftig verstärkt CO2 im Wärmesektor zu sparen und regenerative Energie einzusetzen.

„Diese klimapolitischen Ziele werden wir nur schaffen, wenn wir in geeigneten Gebieten der Stadt die zentrale Wärmeversorgung ausbauen. Das können wir wirtschaftlich umsetzen, wenn die Stadtwerke ihr Angebot an regenerativer Fern- und Nahwärme auch verkaufen“, wirbt Werner Flindt (SPD, Mitglied im Ausschuss für Energie und Umwelt) für eine Satzungsregelung. „Der Bezug von Fernwärme spart Kosten in der Dämmung. Andere Energieträger wie die klassische Gasheizung werden teurer, da auch für sie ab 2021 eine CO2 Abgabe gezahlt werden muss. Nah- und Fernwärme ist also konkurrenzfähig und bedeutet einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Die Stadtwerke haben der SPD-Fraktion ihr mittelfristiges Konzept zur klimaschonenden Wärmeversorgung und für den Einsatz erneuerbarer Energien vorgestellt. Die angestrebte Satzung für Klimaschutz und Wärme ist dabei ein wichtiger Baustein. Deutlich wurde, dass die Stadtwerke in Teilen noch am Anfang ihrer Überlegungen für innovative Erzeugungsanlagen stehen.

„Der Klimaschutz erfordert klare Vorgaben und Maßnahmen. Zukünftig geht es beim Heizen darum, klimaschonende Varianten zu finden und umzusetzen, wie z.B. Nahwärmekraftwerke, Geothermie oder PV-Anlagen. Dabei gibt es noch offene Fragen. Als SPD unterstützen wir die Pläne, durch Satzungsbeschluss in bestimmten Gebieten eine verpflichtende Nutzung von überwiegend regenerativ erzeugter Nah- und Fernwärme vorzusehen. Zentral erzeugte Wärme ist im Geschosswohnungsbau heute bereits das Mittel der Wahl. Wir begrüßen, dass die Stadtwerke sich hier engagieren. Und wir schätzen uns als Stadt glücklich, eigene Stadtwerke zu haben. Sie sind ein wichtiges Instrument beim Kampf gegen den Klimawandel“, So Petra Burmeister, SPD-Fraktionsvorsitzende.

In der engagiert geführten Debatte in der SPD-Fraktion wurde deutlich, dass man gemeinsam am Anfang eines langen Weges steht und verschiedene alternative Konzepte zu verfolgen sind. Klar ist allerdings: Die SPD unterstützt die Anstrengungen der Stadtwerke, Geesthacht auf dem Weg zur CO2- Neutralität voranzubringen.

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