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Geesthacht (LOZ). Zu einem Austausch über fehlende Kita-Plätze und die Kita-Finanzierung durch den Kreis haben sich SPD-Fraktionsmitglieder aus Geesthacht und der SPD-Kreistagsfraktion getroffen. Dabei waren die Geesthachter Sozialausschussmitglieder Michael Fiebig, Katrin Fischer, Christine Backs und die SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Burmeister sowie von der SPD-Kreistagsfraktion der Fraktionsvorsitzende Jens Meyer, Fabian Harbrecht, Sybille Hampel und Moritz Flint.

„Viele glauben, für die Kitaversorgung ist allein die Stadt verantwortlich. Das ist falsch. In der Pflicht ist nach dem Gesetz auch der Kreis. Wenn Eltern einen fehlenden Kitaplatz einklagen, geht dort die Klage ein. Angesichts von knapp 500 fehlenden Kitaplätzen in Geesthacht haben wir uns daher gefragt, was kann der Kreis tun, um Abhilfe zu schaffen und die Stadt zu unterstützen“, so Michael Fiebig, Vorsitzender des Geesthachter Sozialausschusses.

Jens Meyer und Fabian Harbrecht informierten über die Diskussion im Kreistag „Leider konnten wir uns gegen die Koalition CDU/Grüne mit dem Wunsch nach einer höheren Kitaförderung nicht durchsetzen. Die Aussagen der Kreis-Heimaufsicht sind völlig verfehlt, dass der Bedarf im Kreis an Kitaplätzen gedeckt ist, wie nicht nur die aktuellen Geesthachter Zahlen zeigen. In vielen Städten im Südkreis fehlen Plätze. Da nützt es auch nichts, wenn in Berkenthin die Quote übererfüllt ist“.

„Wir haben die SPD-Kreistagsfraktion gebeten, am Ball zu bleiben und bei der Neuausrichtung der Kita-Investitionsförderung stärker die Bedarfe im Südkreis und beim sanierungsbedingten Neubau von Kitas zu berücksichtigen. In Geesthacht steht z.B. mit der Kita Arche Noah die nächste Kita zur Teilsanierung und zum Ausbau mit hohen Kosten an. Das können die Kommunen nicht alleine schultern“, so Katrin Fischer, für die SPD im Geesthachter Sozialausschuss.

Auch die Weigerung des Kreises, das demnächst verfügbare Grundstück „Gesundheitsamt“ für eine Kita-Nutzung in Geesthacht zur Verfügung zu stellen, sprachen die Geesthachter SPD-Mitglieder an. „Der Kreis könnte gerade auch mit geeigneten Grundstücken unterstützen und nicht nur abblocken. In Geesthacht jedenfalls wäre dies eine gute Hilfe. Wir haben daher verabredet, dass die SPD-Kreistagsfraktion hier konkret nachfragt und eine Liste der kreiseigenen Grundstücke anfordert“, erläutert Katrin Fischer.

Verabredet wurde auch, dass die SPD-Kreistagsfraktion bei entsprechend positivem Haushaltsverlauf 2021 erneut einen Vorstoß unternimmt, die Kitafinanzierung durch den Kreis zu erhöhen. „Da hoffen wir auf die Unterstützung der Grünen im Kreis." Petra Burmeister, Geesthachts SPD-Fraktionsvorsitzende.

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