Lesezeit: 2 Minuten

Geesthacht (LOZ). Während die größte Stadt des Kreises im Herzogtum Lauenburg mit als der größte Corona-Hotspot in der Region in den Zahlen versinkt, weiter Auffälligkeiten des Johanniter-Krankenhauses oder einiger Pflegeheime bestehen, geht Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) und die Geesthachter Stadtverwaltung in Deckung.

„Keine Reaktionen, keine Maßnahmen und keine Antworten auf Anfragen“, tatsächlich wird weiter der Neubeginn des Sitzungsdienstes der Stadt Geesthacht auf den 1. März favorisiert. „Digitale Lösungen bleiben bisher Fehlanzeige, angeblich aus rechtlichen und technischen Gründen. Nach fast 12 Monaten unglaubwürdig“, meint Arne Ertelt, CDU-Fraktionsvorsitzender.

Der Geesthachter Ältestenrat - ohne Vollmacht und kein Beschlussorgan - empfahl nun mehrheitlich eine Übertragung der Entscheidung zum Stattfinden der Ausschusssitzungen an die jeweiligen Ausschussvorsitzenden. Die CDU Geesthacht hat dazu erhebliche kommunalrechtliche Zweifel, zumal sich der Bürgermeister und seine Stadtverwaltung damit komplett aus der Corona-Verantwortung ziehen.

„Die Corona-Pandemie mit den bekannten Auswirkungen, Verordnungen und Verfügungen wird in der Stadt Geesthacht zuletzt auf Ehrenamtliche übertragen“, kritisiert Ertelt. „Die Christdemokraten sehen hier einen juristischen Klärungsbedarf.“

Am 1. März wird der Bauausschuss und am 2. März der Geesthachter Sozialausschuss nun überfällig in Präsenz tagen.

Im Vorfeld hatte der stellvertretetende Vorsitzende des Sozialausschusses, Sven Minge (CDU), bereits ein gutes Videokonferenzverfahren mit der ehemaligen Vorsitzenden des Sozialausschusses Kathrin Bockey (SPD, MdL) abgestimmt.

„Das ist nun leider hinfällig. Kurzfristige pragmatische Lösungen bleiben offen, gute Gedankengänge für die Stadt Geesthacht und den Fachausschuss längerfristig ohne Kompromiss, da nun unerfahrene SPD-Quereinsteiger in das Feld der kommunalen Sozialpolitik eintreten“, bedauert Minge abschliessend.

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.