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Geesthacht (LOZ). Geesthacht ist ausgezeichnete Fairtrade-Town und hat sich mit diesem Titel verpflichtet, faire Handelsbedingungen auf lokaler Ebene zu fördern.

„Wir wollen am Weltfrauentag die Bevölkerung aufklären und Vorbild sein. Außerdem möchten wir mit den Rosen einen Farbtupfer und Lichtblick in dieser Pandemie setzen“, sagt die Gleichstellungsbeauftrage Anja Nowatzky. Am Weltfrauentag, dem 8. März, werden fair gehandelte Rosen, die die Stadt beim ortsansässigen Blumenladen Bel Fiore in der Rathausstraße bestellt hat, an Frauen verschenkt.

Geesthacht macht mit bei der Aktion für mehr fairen Handel mit Blumen und ruft dazu auf: „Sag’s mit fairen Rosen!“

„Rosen sind ein ideales Geschenk, um „Alles Gute“, „Danke“ oder „Ich liebe dich“ zu sagen. Was sich aber nur wenige bewusst machen: Im Rosenanbau herrschen oft schlechte Arbeitsbedingungen. Die meisten Rosen kommen aus ostafrikanischen Ländern wie Kenia, Äthiopien und Tansania. Dort arbeiten viele Frauen als Pflückerinnen unter schlechten Bedingungen“, erläutert Kerstin Reinhardt, die im Rahmen ihrer Aufgaben bei der Stadt Geesthacht auch Mitglied der Fairtrade-Steuerungsgruppe ist.

Dass es auch anders geht, darauf macht die derzeitige Aktion „Flower Power“ von Fairtrade aufmerksam. Denn es gibt Alternativen. Schon jede dritte Rose, die in Deutschland verkauft wird, ist fair gehandelt und trägt das Fairtrade-Siegel. Das bedeutet für die Frauen auf den Blumenfarmen: mehr Gleichberechtigung und bessere Arbeitsbedingungen.

Fairtrade hat sich zur Aufgabe gemacht, die Position von Frauen in Produzentenländern zu stärken – sei es im Job, in den Gemeinden oder in der Familie. Die Fairtrade-Standards schreiben vor, dass Blumenplantagen ihre Mitarbeiterinnen mit Hilfe einer Gender-Strategie fördern müssen. Konkret heißt das, dass Frauen an Weiterbildungen teilnehmen, in Gremien ihre Bedürfnisse vertreten werden und sie so eine Stimme erhalten. Durch diesen Ansatz gewinnen sie zunehmend an Selbstvertrauen und qualifizieren sich für Führungsaufgaben, die bisher Männern vorbehalten waren. Eine Studie belegte jüngst, dass dies zu Fortschritten in der Gleichberechtigung führt.

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