Lesezeit: 2 Minuten

(LOZ). Die SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (Wahlkreis Lüneburg) hatte auf Anregung ihrer Amtskollegin Kathrin Bockey aus dem Schleswig-Holsteinischen Herzogtum Lauenburg Süd, zu einem parteiübergreifenden, niedersächsischen Fachgespräch zu alternativen Querungsmöglichkeiten über die Elbe während der Brückensperrung in 2022 eingeladen. Mit dabei waren die Abgeordneten André Bock (CDU, Wahlkreis Winsen) und Miriam Staudte (Grüne, Wahlkreis Elbe). Kathrin Bockey ist Sprecherin in der SPD-Landtagsfraktion für die Metropolregion und begleitet die Bemühungen der beiden Wirtschaftlichen Vereinigungen aus Geesthacht und der Elbmarsch um eine alternative zur Brückenquerung von Anfang an.

Zusammen mit Vertretern der beiden Wirtschaftsverbände aus Geesthacht und der Elbmarsch und der Verkehrskoordinatorin des Kreises, Frau Dr. Dahm diskutierte die Runde den aktuellen Sachstand. Bei diesem Gespräch ging es um die Frage, mit welchen Maßnahmen man die beschwerlichen Folgen einer mehrwöchigen Vollsperrung der Elbbrücke im Jahr 2022 für die Bewohner der Elbmarsch und rund um Geesthacht reduzieren kann und wie man die Kräfte hierfür bündelt, um den Bürgern der Region nördlich und südlich der Elbe ein noch besseres Gehör zu verschaffen.

Frau Dr. Dahm berichtete davon, dass die SG Elbmarsch zusammen mit den Mitteln der Leader-Region in Kürze eine Machbarkeitsstudie beauftragen wird. Es geht dabei um die Frage, ob und mit welchen Mitteln die Slipanlagen in Marschacht und Geesthacht für einen Amphibienbus oder eine Fähre ertüchtigt werden können. Weiterhin soll untersucht werden, welche Rolle Tespe und Tesperhude dabei spielen könnten, die eigene Anleger haben. Andrea Schröder-Ehlers betonte die touristische Strahlkraft einer alternativen Brückenquerung weit über die Elbmarsch hinaus, Miriam Staudte ergänzte die Gedanken, um die Möglichkeit E-Bike-Stationen zu schaffen zur Brückenquerung mit dem Rad, während der Sperrung der Brücke. Kathrin Bockey und André Bock betonten beide, dass es wichtig über das Jahr 2022 hinaus sei, alternative Möglichkeiten zur Elbquerung jenseits der Brücke zu schaffen, um verkehrlich wie auch touristisch weitere Angebote machen zu können. Dies sehen auch die Wirtschaftsverbände so, die darin langfristig einen wichtigen Schritt zu mehr ÖPNV und weniger Individualverkehr sehen.

Alle waren sich einig: „Eine Partei allein kann hier nichts bewegen!“ Positiv wurde der gemeinsame, einvernehmliche Blick der Landesebene auf die Probleme bewertet, den es bereits auf kommunaler Ebene gibt. Es wurde vereinbart, derartige Treffen zu wiederholen. Auch in der Hoffnung, dann noch weitere Schleswig-Holsteiner Wahlkreisabgeordnete gewinnen zu können.