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Geesthacht (LOZ). Am Dienstag war der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Kai Vogel auf einer virtuellen Informationsveranstaltung der Geesthachter SPD zu Gast. Es ging um den Stand der Schienenanbindung Geesthacht – Hamburg. Die Landesregierung hatte im Wirtschaftsausschuss des Landtags über ein Gutachten zum Schienenpersonennahverkehr berichtet. In dem Gutachten wird vorgeschlagen, die Strecke Geesthacht–Hamburg zu reaktivieren.

Vor 30 interessierten Gästen, darunter Bürgermeister Olaf Schulze, die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer, Kommunalpolitiker der SPD, Grünen und der CDU erläuterte zunächst Geesthachts Bürgermeister die Ergebnisse der 2020 fertiggestellten Machbarkeitsstudie für die Bahnanbindung Geesthacht-Hamburg. „Das Ergebnis der Machbarkeitsuntersuchung zeigt, dass zwei Varianten richtig gute Kosten-/Nutzenergebnisse versprechen. Auch für Bergedorf ergeben sich Vorteile. Nun muss sich das Land positionieren“, so Bürgermeister Olaf Schulze.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel informierte, dass die Geesthachter Bahnstrecke eine von 100 vorgeschlagenen Strecken für einen Ausbau oder eine Reaktivierung ist. Nächster Schritt sei nun, innerhalb Schleswig-Holsteins Prioritäten zu bilden. Dazu müsse sich der Verkehrsminister positionieren, der bisher allein Fahrgastzuwächse als wichtigstes Kriterium formuliert habe. „Was bringt am meisten, das ist die Frage von Bernd Buchholz (FDP). Ob eine wichtige Stadt wie Geesthacht mit der größten Forschungseinrichtung des Landes und der Südosten Schleswig-Holsteins und die Elbmarsch durch eine Bahnanbindung besser an Hamburg angeschlossen werden sollte, interessiert bisher eher nicht. Meines Erachtens greift dies zu kurz“, so Kai Vogel.

Die weitere Diskussion bestimmten zwei Fragen: Wie positionieren sich die Kieler Landeregierung und Verkehrsminister Buchholz (FDP)? Was kann Geesthachts Politik tun?

Kai Vogel (SPD) ermunterte die Geesthachter Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen, am Ball zu bleiben. „Sie müssen durch Veranstaltungen, Gespräche mit ihren Abgeordneten, Festlegungen in den Wahlprogrammen, z.B. zur Landtagswahl, Druck aufbauen. Nur so hat Geesthacht eine Chance, mit dem Projekt in Kiel gehört zu werden. Hamburg hat erklärt, das Projekt wohlwollend zu unterstützen. Jetzt ist Kiel am Zug.“

Dem Vorschlag konnten die anwesenden Kommunalpolitiker einiges abgewinnen. Erste Vorschläge für gemeinsame Aktionen wurden diskutiert. Petra Burmeister (SPD-Fraktionsvorsitzende) kann sich eine gemeinsame Veranstaltung der Landes-Verkehrspolitiker vorstellen.

Julian Peemöller (SPD-Vorsitzender) schloss den Abend mit der Bitte an alle Geesthachter Ratsfraktionen, weiteren Druck für die Verwirklichung der Schienenanbindung Hamburg – Geesthacht aufzubauen. Er versprach, dass die SPD beim Thema Schienenanbindung am Ball bleiben werde. „Das war sicher nicht unser letzter Informationsabend zu diesem Thema.“

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