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Geesthacht (LOZ). Der Geesthachter Wirtschaftsbeirat war zu Gast bei der SPD-Fraktion. „Wir haben uns vorgenommen, einmal im Jahr unsere Beiräte zu einem Austausch einzuladen. Nach dem Frauenbeirat im März konnten wir jetzt Vertreter des Wirtschaftsbeirats begrüßen. Die Situation der Geesthachter Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie war ein Schwerpunkt. Aber auch Themen wie ein Einzelhandelskonzept, die angekündigte Vollsperrung der Elbbrücke im Sommer 2022 und Betriebskindergärten wurden angesprochen“, so Petra Burmeister, SPD-Fraktionsvorsitzende.

Paul Apel und Detlef Kruse vom Wirtschaftsbeirat schilderten die aktuelle Situation im Einzelhandel und in der Gastronomie. Diese Branchen leiden auch in Geesthacht besonders stark unter den coronabedingten Einschränkungen. „Wir müssen jetzt ein positives Signal geben, dass sich etwas tut und wir die Einkaufsstraße wieder beleben. Deswegen überlegen wir, im September erstmals seit langem wieder einen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten. Und auch in die Planungen für einen Weihnachtsmarkt möchten wir einsteigen.“

Christine Backs (stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende) und Muammer Kazanci (für die SPD im Finanzausschuss) bestärkten die Vertreter des Wirtschaftsbeirats in diesen Überlegungen. „Wenn wir hier politisch unterstützen können, werden wir dies tun. Die Stadt hat immer ihren Anteil zum Gelingen beider Veranstaltungen beigetragen. Wir begrüßen es, wenn mit dem Blick nach vorne und Hygienekonzepten ein verkaufsoffener Sonntag und der Weihnachtsmarkt geplant werden.“

Zum Thema Betriebskindergarten wurden verschiedene Ideen ausgetauscht. Die SPD-Fraktion regte an, über den Zusammenschluss von Unternehmen, z.B. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen oder ortsansässiger Betriebe mit vielen Beschäftigten eine Betriebs-Kita zu organisieren. Michael Fiebig (SPD, Sozialausschussvorsitzender) bot hier seine Unterstützung für ein Fachgespräch an. Aus seiner Tätigkeit in Hamburg kennt er die Situation der Betriebs-Kita am Bundeswehrkrankenhaus Wandsbek gut.

Beim Thema Brückensperrung waren sich beide Seiten einig, dass WVG und Wirtschaftsbeirat schon viel erreicht haben. So sind inzwischen die Baumaßnahmen in Lauenburg und Geesthacht zeitlich aufeinander abgestimmt und verschiedene Möglichkeiten für Ergänzungen zu den Umleitungen werden geprüft. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Burmeister appellierte, auch seitens der Unternehmen individuelle Unterstützung für die betroffenen Beschäftigten in den Blick zu nehmen. Als Beispiele nannte sie vorausschauende Urlaubsplanungen und Flexibilität bei den Arbeitszeiten. „Große Sanierungen gehen nicht ohne Beeinträchtigungen. Eine Rund-um-sorglos-Lösung gibt es nicht, aber viele verschiedene Bausteine helfen. So ist es sicher eine gute Idee, z.B. die ÖPNV-Verbindungen nach Winsen und Lüneburg oder über die Fähre zu verstärken und zu prüfen.“   

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