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Geesthacht (LOZ). Im Rahmen der Sommertour der SPD-Landesvorsitzenden und Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Serpil Midyatli besuchte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer zusammen mit Bürgermeister Olaf Schulze und Petra Burmeister, SPD-Fraktionsvorsitzende der Geesthachter Ratsversammlung, die Unternehmen Wonik Quartz Europe GmbH und Momentive Performance Materials Quartz GmbH in Geesthacht.

Neben einem Austausch mit Mathias Winkler, dem Managing Director von Wonik Quartz Europe GmbH und Christian Nasarow, dem Geschäftsführer Momentive Performance Materials Quartz GmbH wurden die Firmen und die Produktionsstätten bei einem gemeinsamen Rundgang besichtigt.

"Solarzellen und Smartphones wären nicht denkbar, ohne technische Grundlagen, wie sie durch Quarzschmelzen geleistet werden. Insofern haben Wonik und Momentive für die Technologien unserer Zeit eine Schlüsselfunktion von unschätzbarem Wert", zeigt sich Nina Scheer überzeugt.

Wonik und Momentive sind internationale Unternehmen mit vor Ort mehr als 150 Mitarbeitern. Das in Beginn der 1920er Jahren gegründete Familienunternehmen „Westdeutsche Quarzschmelze“, gehört heute zu dem global agierenden Wonik Konzern. Neben Korea und Taiwan hat das Unternehmen auch Tochtergesellschaften in den USA, Japan und China. Die Unternehmen fertigen eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten aus Quarzglas, zum Beispiel Prozessrohre, Tiegel oder Komponenten für Anlagen der Solarindustrie. Besonders relevant für die Unternehmen ist aber die Halbleiterindustrie, da hauptsächlich Quarzglasprodukte für die Herstellung von Wafern und die Fertigung von Chips produziert werden.

Wonik als mittelständisches Unternehmen, dessen Ursprung in einem Familienunternehmen liegt, hat sich zu einem global agierenden Unternehmen mit Sitz in der Stadt Geesthacht entwickelt. Die Produkte, die hier in Geesthacht gefertigt werden, sind wichtige Grundbausteine für die Produktion für eine Vielzahl an technischen Geräten weltweit, erklärt Olaf Schulze. "Es freut mich sehr, dass Herr Winkler und Herr Nasarow sich die Zeit genommen haben, uns die komplexen Produktionsschritte zu erläutern und Einblicke in die Arbeit ihrer Betriebe zu geben", bedankt sich der Geesthachter Bürgermeister.

Momentive Performance Materials (GE Quartz) war zeitweilig das Mutterhaus von Wonik und ist auch heute noch ein enger Partner, der Wonik unter anderem mit Rohmaterial beliefert.

„Die Qualifikation unserer Mitarbeiter ist unser größtes Kapital, weshalb die eigene Ausbildung eine besondere Bedeutung hat. Die hohe Attraktivität der Herstellung unserer Quarzglasprodukte liegt in der engen Verbindung von Handwerk und High-Tech. In unserem internationalen Marktumfeld stehen wir immer wieder vor neuen Herausforderungen, um im harten Wettbewerb bestehen zu können. Die Wettbewerbsnachteile in Deutschland durch zum Beispiel höhere Energiepreise können wir nur durch Innovation und beste Qualität ausgleichen. Deshalb war der gemeinsame Austausch gestern wichtig“, ist sich Mathias Winkler sicher.

Serpil Midyatli ergänzt: „Das Problem des Fachkräftemangels verstärkt sich in Schleswig-Holstein. Geburtenstarke Jahrgänge gehen in Rente und es wird immer schwieriger, neue Auszubildende zu finden. Die Corona-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft, da zum Beispiel Ausbildungsmessen nicht stattfinden konnten. Wir müssen in den Schulen stärker für die berufliche Ausbildung werben, um unseren Wohlstand und die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft zu sichern."

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