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Geesthacht (LOZ). Traditionell finden sich bundespolitische Auseinandersetzungen nicht in der Kommunalpolitik wieder. Im letzten Geesthachter Bildungsausschuss und im Bauausschuss überschritten die Freien Demokraten (FDP) in Geesthacht mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Rüdiger Tonn allerdings eine klare Grenze und sprachen von „Übelkeit“ bei der Sichtung von CDU-Mandatsträgern in der Zeitung und bezeichneten einen Mandatsträger als „Dumm“. „Das ist nicht hinnehmbar und wird ein Thema im Ältestenrat“, unterstreicht Arne Ertelt, CDU-Fraktionsvorsitzender.

„Der FDP fehlen wohl Argumente, solche Verunglimpfungen rechtfertigten in keinem Fachausschuss solche Entgleisungen. Eine öffentliche Entschuldigung gegenüber Ehrenamtlicher ist das mindeste“, unterstreicht CDU-Fraktionschef Ertelt.

„Die Christdemokraten stehen für eine konstruktive Auseinandersetzung im Rahmen des politischen Wettbewerbs. Die Corona-Pandemie ist allerdings nicht dafür geeignet. Beschimpfungen und Beleidigungen gehören nicht in den politischen Wettbewerb“, so Ertelt weiter.

Die CDU Geesthacht wundert sich weiterhin über die beharrliche Zurückhaltung der Ratsparteien bei der Beschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Geesthachter Schulen.

Zuletzt gibt es hier klare Empfehlungen von Experten, die von den Geesthachter Rats- und Fraktionsvertretern in Frage gestellt werden. Andere Bundesländer (die benachbarte Hansestadt Hamburg) bewerten die Lage realer und haben entsprechende Bestellungen eingeleitet.

„Für die CDU ist die Beschaffung von Luftreinigungsgeräten keine politische Frage, sondern vorrangig durch den Schulträger der Stadt Geesthacht mit den bekannten Fachexpertisen durch Virologen zu bewerten“, meint Ertelt.

Mittlerweile ist zum Leidwesen der betroffenen Kinder, Eltern und Schulleitungen die aktuelle Beschaffungsdebatte völlig entglitten. „Unter anderem die Sozialdemokraten haben hier einen wesentlichen Beitrag geleistet, welcher sich nun unkontrolliert und nicht nachvollziehbar im Rahmen der vierten Corona-Welle in der Stadt Geesthacht auswirken wird“, sagt Ertelt, der die Debatte im Ratssaal verfolgte.

Das ist aus Sicht der Christdemokraten nicht nur bedauerlich, sondern zuletzt erkennbar fahrlässig und das als größter Schulträger im Kreis. „Bereits jetzt im August nach Ferienende müssen Schulkinder dem Unterricht schon quarantänebedingt fernbleiben und verlieren den Anschluss im Unterricht. Nicht auszumalen was uns im Winter erwartet“, so Ertelt abschließend.

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