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Geesthacht (LOZ). 122.721 Kilometer – das ist das Ergebnis nach drei Wochen Stadtradeln in Geesthacht. Die Elbestadt steht mit dieser Kilometer-Sammelleistung ihrer Radfahrenden im Städtevergleich bereits gut da: Aktuell würde Geesthacht im Schleswig-Holstein-Vergleich in der Kategorie „Gesamtkilometer“ auf Platz 16 von 92 teilnehmenden Kommunen landen, im Bundesvergleich auf Platz 383 von 2172 Teilnehmerkommunen.

Umgerechnet auf die meisten Kilometer pro Einwohnendem liegt Geesthacht aktuell in Schleswig-Holstein auf Platz 30, im Deutschlandvergleich auf Platz 649. Das Endergebnis wird allerdings erst im Oktober feststehen, wenn alle Kommunen, die dieses Jahr an der bundesweiten Aktion des Klimabündnisses teilnehmen, ihren Radfahrzeitraum abgeschlossen und die gesammelten Kilometer eingetragen haben.

Insgesamt sind vom 22. August bis 11. September 2021 für Geesthacht 697 Personen, die sich in 38 Teams organisiert hatten, in die Pedale getreten. Damit fielen sowohl bei der Gesamtanzahl als auch bei der Teamanzahl Rekorde. Denn 2020 nahmen 695 Personen am Stadtradeln teil, die sich in 37 Teams aufgeteilt hatten. Mit dabei waren in diesem Jahr unter anderem wieder Teams von Arbeitskolleginnen und -kollegen, Sportvereine, Nachbarschaftsteams, Familienteams und auch Radgruppen, die sich zum Teil sehr interessante Namen gegeben hatten. Einige Beispiele: An den Start gingen „Speedrunner“, „NABU-Geesthacht“, „Kantatenradler“, „Promenadenmischung“, „Stadtverwaltung Geesthacht“, „Feuerwehr Geesthacht“ und „Radelfreunde“. Mit dabei waren auch wieder vier Schulteams und drei Kita-Teams: Das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) beteiligte sich mit 109 aktiven Radlern und stellte damit auch das mitgliederstärkste Geesthachter Team. Die Alfred-Nobel-Schule (ANS) war mit 26 Aktiven dabei, die Bertha-von-Suttner-Schule mit 86 Aktiven (zweitgrößtes Team in Geesthacht). Die Grundschule in der Oberstadt ging erstmals an den Start – und dann gleich mit 16 Aktiven. Die Kitaflitzer vom Marksweg beteiligten sich mit 25 Aktiven am Stadtradeln, das Familienzentrum Regenbogen mit 50 Aktiven und die St. Petri-Radler (Kita St. Petri) mit 16 Aktiven. Auch die Politik trat in die Pedale: 8 Mitglieder der Ratsversammlung haben beim Stadtradeln mitgemacht.

Herausgekommen ist über den Aktionszeitraum eine CO2-Vermeidung von 18 Tonnen – für diese Kennzahl wird ins Verhältnis gesetzt, wieviel CO2 angefallen wäre, wenn die 122.721 geradelten Kilometer per Auto zurückgelegt worden wären.

In gemütlicher Runde gratulierte Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze am 19. September im Rathaus den erfolgreichsten Teams und Einzelradelnden des Geesthachter Stadtradelns. Brigitte Laack sicherte sich in der Wertung der Einzelradelnden beim Stadtradeln 2021 den ersten Platz unter den radelnden Frauen. Jürgen Laack ist der erfolgreichste männliche Einzelradler. Beide fuhren für das Team der Johanniter.

Die Teilnehmenden tauschten bei der Stadtradeln-Abschlussveranstaltung Geschichten von Radtouren und Radurlauben sowie Erlebnisse beim Radfahren aus. Dabei stellten sie fest, dass das Bewusstsein dafür, dass Radfahren gut für den Einzelnen (Gesundheit, sportlicher Ausgleich) und für die Gesellschaft (Klimaschutz) ist, in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Einig war man sich aber auch, dass weiter am Miteinander von Zufußgehenden, Radfahrenden und Autofahrenden gearbeitet werden müsse. Hier brauche es noch mehr Rücksichtnahmen. „Alle waren sich einig, dass das Stadtradeln eine tolle und auch wichtige Aktion sei, die die Menschen auch tatsächlich zum Fahrradfahren bringen würde und dass es wichtig sei, diese Aktion weiter zu betreiben – als neues Ziel wurden die 150.000 Kilometer für Geesthacht von den Teilnehmenden der Veranstaltung ausgerufen“, berichtet Anette Platz vom Fachdienst Umwelt des Geesthachter Rathaus, die die Geesthachter Teilnahme an der Aktion koordinierte.

Wie in den vergangenen Jahren gab es auch innerhalb dieses Aktionszeitraum mehrere geführte Radtouren, um das Kilometerkonto aufzubessern: Die Auftakttour am 22. August führte etwa 70 Teilnehmende bei regnerischem Wetter, aber bester Laune, auf eine etwa zweistündige Tour in die direkte Geesthachter Umgebung. Zeitgleich organisierte die Stadtverwaltung auf dem Menzer-Werft-Platz, auf dem die Radtour gestartet war, für Kinder einen Laufrad-Parcours. Die von den Mädchen und Jungen getesteten Laufräder wurden im Anschluss verlost.

Eine weitere Radtour führte Interessierte am 3. September entlang der möglichen Trasse des Radschnellweges Geesthacht-Hamburg. Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze und Landrat Dr. Christoph Mager fuhren mit. Ebenfalls am Start: Das Tandem der Metropolregion Hamburg, das während des Stadtradelns wie ein Staffelstab von einer Kommune der Metropolregion zur anderen übergeben wurde. Die Stadt Geesthacht hatte es aus Lauenburg übernommen, bis zum Curslacker Heerweg gefahren und dann an die Gemeinde Jork weitergegeben.

Die Stadt Geesthacht beteiligte sich seit 2016 bereits zum sechsten Mal an dem bundesweiten Wettbewerb des Klima-Bündnis. 2021 waren insgesamt 2.172 Kommunen (2020 waren es 1.482) mit über 750.000 aktiven Radelnden dabei. Ziel der Aktion: Die Stadt Geesthacht möchte den Radverkehr fördern und mehr Menschen motivieren, öfter mal Rad zu fahren und das Auto stehen zu lassen – gerade auf Kurzstrecken.

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